Getty Images hat die geplante Fusion mit Shutterstock abgesagt. Der 3,7 Milliarden Dollar schwere Deal hätte einen der weltweit größten Anbieter lizenzierter visueller Inhalte geschaffen. Die Entscheidung folgt auf Auflagen der britischen Wettbewerbsbehörde, die ihre Zustimmung an den Verkauf des Verlagsgeschäfts von Shutterstock geknüpft hatte.
Die beiden Unternehmen hatten im Januar 2025 ihre Fusionspläne bekannt gegeben, mit dem Ziel, einen führenden Anbieter zu schaffen, der besser für den Aufstieg KI-gestützter Bildgenerierungswerkzeuge gerüstet ist. Getty Images entschied sich jedoch letztendlich, die Fusion aufzugeben, anstatt die von der britischen Regulierungsbehörde auferlegten Bedingungen zu akzeptieren.
Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) befürchtete, dass die Fusion den Wettbewerb auf dem Markt für Nachrichteninhalte beeinträchtigen könnte. Laut ihrer Untersuchung war Shutterstocks redaktionelles Geschäft einer der wenigen bedeutenden Konkurrenten von Getty Images in Großbritannien. Ohne den Verkauf hätten britische Medienunternehmen weniger Auswahlmöglichkeiten gehabt, was potenziell zu höheren Preisen geführt hätte.
Getty Images gab bekannt, dass die Fusion nach Ablauf der verlängerten Frist am 6. Juli offiziell abgesagt wird. Das Unternehmen kündigte außerdem an, einen Finanzberater zu beauftragen, um verschiedene strategische und finanzielle Optionen für seine zukünftige Entwicklung zu prüfen.
Das Scheitern dieses Deals fällt in eine Zeit, in der Getty Images und Shutterstock zunehmend mit KI-gestützten Bildgeneratoren konkurrieren müssen, die schnell und kostengünstig Bildmaterial produzieren. Viele Analysten sind der Ansicht, dass die Fusion zwar Skaleneffekte ermöglicht hätte, die Schwierigkeiten, mit denen beide Unternehmen in einer sich rasant wandelnden Branche konfrontiert sind, aber wahrscheinlich nur verzögert hätte.
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