Rechtlicher Sieg für London: Großbritannien muss nach der Aufgabe des Asylplans keine Millionen an Ruanda zahlen.
Rechtlicher Sieg für London: Großbritannien muss nach der Aufgabe des Asylplans keine Millionen an Ruanda zahlen.

Großbritannien muss nach dem Ausstieg aus dem umstrittenen Asylabkommen keine weiteren Millionen Pfund an Ruanda zahlen. Diese Entscheidung fällte der Ständige Schiedshof, der sämtliche finanziellen Forderungen Kigalis zurückwies.

Die ruandische Regierung war der Ansicht, dass London weiterhin verpflichtet sei, bestimmte finanzielle Verpflichtungen aus dem von der vorherigen konservativen Regierung geschlossenen Abkommen zu erfüllen. Dieses Abkommen sah die Überstellung von Asylsuchenden, die illegal ins Vereinigte Königreich eingereist waren, nach Ruanda vor.

Der britische Premierminister Keir Starmer beendete das Programm jedoch unmittelbar nach seinem Amtsantritt im Jahr 2024 mit der Begründung, es sei ineffektiv und kostspielig. Diese Entscheidung setzte einem der umstrittensten Einwanderungsprojekte Großbritanniens der letzten Jahre ein Ende.

Laut den vom Gericht geprüften Dokumenten forderte Ruanda mindestens 60 Millionen Pfund Sterling, umgerechnet etwa 80 Millionen US-Dollar. Die ruandischen Behörden argumentierten, dass diese Summen trotz der Aufgabe des Programms weiterhin fällig seien.

Die Schiedsrichter kamen jedoch zu dem Schluss, dass Kigali im November 2024 im Rahmen diplomatischer Gespräche zugestimmt hatte, auf die zusätzlichen Zahlungen zu verzichten, die London in den Jahren 2025 und 2026 leisten sollte. Diese Schlussfolgerung führte zur Ablehnung der von Ruanda eingereichten Finanzforderungen.

Die Auszüge aus der Entscheidung, die am 15. Mai ergangen, aber erst am Montag veröffentlicht wurde, beenden damit einen Streit, der die beiden Länder seit der Aufkündigung des Abkommens gegeneinander aufgebracht hatte. Dieser Fall stellte einen der letzten juristischen Aspekte des britischen Migrationsprogramms dar.

Letztendlich wurde das Programm nie wirklich umgesetzt. Trotz der beträchtlichen finanziellen Mittel, die investiert wurden, und der zahlreichen Rechtsstreitigkeiten, die es auslöste, reisten vor dem endgültigen Abbruch des Programms nur vier Personen freiwillig im Rahmen dieser Vereinbarung nach Ruanda.

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