Das US-Militär gab bekannt, ein Schiff neutralisiert zu haben, das trotz der von Washington verhängten Seeblockade versuchte, einen iranischen Hafen zu erreichen. Laut US Central Command (Centcom) wurde eine Rakete auf das Schiff abgefeuert, nachdem dieses mehrere Warnungen auf See ignoriert hatte.
Nach Angaben der US-Militärbehörden ereignete sich der Vorfall am Freitag in internationalen Gewässern des Golfs von Oman. Das beteiligte Schiff, die Lian-SternDas unter gambischer Flagge fahrende Schiff war auf dem Weg zu einem iranischen Hafen, als es von US-Streitkräften abgefangen wurde, die mit der Durchsetzung der Blockade beauftragt waren.
Centcom behauptet, dem Schiff mehr als zwanzig Warnungen ausgesprochen und es darauf hingewiesen zu haben, dass es gegen US-Sanktionen verstoße. Da keine Reaktion erfolgte, feuerte das US-Militär nach eigenen Angaben eine Hellfire-Rakete auf den Maschinenraum des Schiffes ab, um dessen Weiterfahrt zu verhindern.
Laut US-amerikanischer Erklärung befand sich das Schiff nach der Operation nicht mehr auf Kurs in Richtung Iran. Weitere Informationen zum Zustand der Besatzung, zu Verletzungen oder Schäden am Schiff wurden nicht veröffentlicht.
Seit der Verhängung der Blockade am 13. April hat das US-Militär nach eigenen Angaben mindestens 115 Schiffe gezwungen, ihren Kurs zu ändern und iranische Häfen zu meiden. Diese Maßnahme ist Teil der andauernden Konfrontation zwischen Washington und Teheran, die den Schiffsverkehr in der Region massiv beeinträchtigt hat.
Die Lage in der Straße von Hormus, einer strategisch wichtigen Wasserstraße für den globalen Energiehandel, bleibt besonders angespannt. Der Konflikt hat zu steigenden Ölpreisen und verstärkten Sorgen um die internationale Energieversorgung geführt. Am Samstag erklärte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, die Vereinigten Staaten seien bereit, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen, sollte keine Einigung zur Beendigung der Kampfhandlungen erzielt werden.
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