Bei einer Einwanderungsoperation in Houston tötet ein ICE-Beamter einen Autofahrer; die Umstände sind umstritten.
Bei einer Einwanderungsoperation in Houston tötet ein ICE-Beamter einen Autofahrer; die Umstände sind umstritten.

Ein Beamter der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) erschoss am Dienstag in Houston, Texas, einen Autofahrer bei einer Verkehrskontrolle im Rahmen der bundesweiten Razzien gegen illegale Einwanderung. Die Behörde behauptet, der Fahrer habe sein Fahrzeug als Waffe gegen die Beamten eingesetzt, was die Familie des Opfers bestreitet.

Laut einer Erklärung der Einwanderungsbehörde ICE handelte es sich bei dem Opfer, Lorenzo Salgado Araujo, um einen mexikanischen Staatsbürger, der sich illegal in den Vereinigten Staaten aufhielt. Beamte versuchten, sein Fahrzeug im Rahmen einer gezielten Razzia abzufangen, als er Berichten zufolge die Flucht ergriff.

Die Behörde gab an, Lorenzo Salgado Araujo habe ein Fahrzeug der Einwanderungsbehörde ICE gerammt, mehrere mündliche Anweisungen ignoriert und sein Auto auf einen Bundesbeamten zugesteuert, um ihn zu überfahren. Angesichts dieser Bedrohung eröffnete ein Beamter das Feuer und tötete den Fahrer.

Die Familie des Opfers schildert jedoch eine andere Version der Ereignisse. Ronaldo Salgado, der sich als Sohn des Verstorbenen ausgab, sagte gegenüber Telemundo Houston, dass sein Vater sich lediglich in der Gegend aufhielt, um Arbeiter einzustellen, und von ihm keine Gefahr ausging.

Diese Schießerei ereignete sich vor dem Hintergrund verstärkter Operationen der US-Regierung gegen Migranten ohne gültige Papiere. Die Interventionen der Einwanderungsbehörde ICE stehen angesichts der verschärften Spannungen um die Einwanderungspolitik und den Einsatz von Gewalt durch Bundesbehörden besonders im Fokus.

Die genauen Umstände des Todes von Lorenzo Salgado Araujo sollten weiter untersucht werden, da die Darstellungen der Bundesbehörde und der Familie des Opfers voneinander abweichen.

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