Die Europäische Union kündigte am Freitag die Verhängung von Sanktionen gegen sechs Personen an, hauptsächlich Wissenschaftler und Forscher, die beschuldigt werden, an der Entwicklung eines Giftstoffs beteiligt gewesen zu sein, der mit dem Tod des russischen Oppositionsführers Alexei Nawalny in Verbindung gebracht wird.
Laut EU-Rat sollen die sanktionierten Personen an Arbeiten mit als chemische Kampfstoffe eingestuften Substanzen beteiligt gewesen sein, darunter Epibatidin, das in Proben nachgewiesen wurde, die nach dem Tod des Oppositionellen aus dessen Leiche entnommen wurden. Dieser Stoff kommt natürlicherweise in bestimmten Pfeilgiftfröschen Südamerikas vor und ist in Russland nicht heimisch.
Die europäischen Maßnahmen umfassen das Einfrieren von Vermögenswerten und ein Einreiseverbot in die EU für die Betroffenen. Brüssel begründet diese Sanktionen mit deren mutmaßlicher Beteiligung an der Entwicklung chemischer Waffen.
Alexei Nawalny, eine Schlüsselfigur der Kreml-Opposition, starb unter Umständen, die erhebliche diplomatische Spannungen zwischen Russland und westlichen Ländern ausgelöst haben. Mehrere europäische Staaten beschuldigen Moskau der Beteiligung an seiner Vergiftung, ein Vorwurf, den Russland entschieden zurückweist.
Moskau hat die europäischen Länder aufgefordert, konkrete Beweise zur Untermauerung dieser Anschuldigungen vorzulegen, und weist gleichzeitig jegliche Verantwortung für den Tod des Oppositionellen von sich.
Diese neue Sanktionsreihe steht im Einklang mit den Maßnahmen der Europäischen Union gegen Einzelpersonen und Organisationen, die mit mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen und dem Einsatz chemischer Kampfstoffe in Verbindung stehen. Sie erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender und hoher Spannungen zwischen Russland und westlichen Ländern.
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