Panama verabschiedet ein Gesetz zur Verschärfung der Anforderungen an multinationale Konzerne.
Panama verabschiedet ein Gesetz zur Verschärfung der Anforderungen an multinationale Konzerne.

Das panamaische Parlament hat ein neues Gesetz verabschiedet, das multinationale Unternehmen mit Sitz im Land dazu verpflichtet, nachzuweisen, dass sie tatsächlich wirtschaftliche Aktivitäten auf dem Gebiet ausüben, andernfalls droht ihnen eine Steuer von 15 % auf ihre ausländischen passiven Einkünfte.

Nach Angaben des panamaischen Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen zielt diese Reform darauf ab, die Anforderungen der Europäischen Union an Steuertransparenz zu erfüllen und Panamas Streichung von europäischen Beobachtungslisten im Zusammenhang mit Steueroasen zu erleichtern.

In einer Erklärung erläuterte die Nationalversammlung, dass multinationale Konzerne künftig nachweisen müssen, dass sie eine echte wirtschaftliche Präsenz im Land haben, mit qualifiziertem Personal, geeigneten Einrichtungen, realen Betriebskosten und strategischer Entscheidungsfindung vor Ort.

Die panamaischen Behörden versuchen daher, die Nutzung des Landes als bloße Plattform zur Steueroptimierung ohne konkrete wirtschaftliche Aktivitäten einzuschränken.

Unternehmen, die diese „wirtschaftliche Substanz“ nicht nachweisen können, unterliegen möglicherweise einer Steuer von 15 % auf bestimmte passive Einkünfte aus dem Ausland.

Panama steht seit mehreren Jahren unter internationalem Druck hinsichtlich finanzieller Transparenz und der Bekämpfung von Steuerhinterziehung, insbesondere seit den Enthüllungen der „Panama Papers“ im Jahr 2016.

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