Die Verschärfung der iranischen Kontrolle über die Straße von Hormus verschärft die Schwierigkeiten Tausender Seeleute, die an Bord von Schiffen im Golf gestrandet sind, wie aus von Reuters gesammelten Zeugenaussagen hervorgeht.
Nach Angaben der Internationalen Transportarbeiterföderation sind mehr als 20.000 Seeleute auf rund 2.000 Schiffen in der Region gestrandet, oft ohne die Möglichkeit, von Bord zu gehen, und leiden unter Nahrungsmittel- und Trinkwassermangel sowie Verzögerungen bei der Lohnzahlung.
Der Iran hat kürzlich eine neue Karte veröffentlicht, mit der er eine Ausweitung seiner Kontrolle über die Gewässer um die Straße von Hormus beansprucht, eine strategische Passage, durch die ein Großteil des weltweiten Ölhandels verläuft.
Laut Reuters leben viele Seeleute seit fast drei Monaten unter äußerst schwierigen Bedingungen an Bord ihrer im Golf gestrandeten Schiffe. Einige beschreiben ein isoliertes Leben, geprägt von der Angst vor möglichen Militärangriffen in einem Gebiet, das mittlerweile als Kriegszone gilt.
„Das Einzige, was wir hier tun, ist planen, wie wir die Nacht verbringen, und zu Gott beten, dass wir nicht angegriffen werden“, sagte ein indischer Matrose gegenüber Reuters.
Die Straße von Hormus wurde nach Beginn der US-amerikanischen und israelischen Angriffe gegen den Iran am 28. Februar von Teheran faktisch abgeriegelt, was eine große globale Krise im Schiffs- und Energietransport auslöste.
Während die diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran weiterhin ungewiss sind, warnen maritime Hilfsorganisationen vor einer raschen Verschlechterung der humanitären Bedingungen an Bord von Schiffen, die in der Region gestrandet sind.
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