Südafrika hat über 3.000 Soldaten zur Verstärkung der Sicherheitskräfte und zur Unterstützung der Polizei angesichts der eskalierenden Anti-Migrations-Proteste im ganzen Land eingesetzt. Die Behörden befürchten eine Eskalation der Spannungen nach der Ankündigung wöchentlicher Kundgebungen durch die Organisatoren.
Laut einem von Präsident Cyril Ramaphosa unterzeichneten und vom Parlament veröffentlichten Schreiben wurden ab dem 28. Juni 3.405 Mitglieder der südafrikanischen Nationalen Verteidigungsstreitkräfte mobilisiert. Diese Operation zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung verursacht geschätzte Kosten von 54,6 Millionen Rand, umgerechnet etwa 3,37 Millionen US-Dollar.
Die Demonstrationen, die eine strengere Politik gegenüber Migranten ohne Papiere fordern, hatten am Dienstag bereits Tausende von Menschen in mehreren Städten des Landes mobilisiert. Während die meisten Versammlungen friedlich verliefen, kam es vereinzelt zu Gewalt und Plünderungen.
Die Bewegung hinter diesen Mobilisierungen hat angekündigt, jeden Donnerstag neue Demonstrationen zu organisieren, bis die Regierung strengere Maßnahmen gegen illegale Einwanderung ergreift.
Die Strafverfolgungsbehörden haben über 900 Personen wegen verschiedener Delikte festgenommen, darunter Verstöße gegen das Einwanderungsrecht, Landfriedensbruch, Diebstahl und Beherbergung von Migranten ohne gültige Papiere. Soldaten wurden zudem in ein benachteiligtes Viertel von Johannesburg mit einem hohen Anteil an Migranten entsandt.
Diese Ereignisse finden vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen im Zusammenhang mit Migration in Südafrika statt. Seit mehreren Monaten sind ausländische Staatsangehörige Einschüchterungen, Zwangsräumungen und der Beschädigung ihrer Geschäfte ausgesetzt, was in der internationalen Gemeinschaft ernsthafte Besorgnis auslöst.
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