Israel führt einen Tag nach einem Sicherheitsabkommen einen Luftangriff im Südlibanon durch.
Israel führt einen Tag nach einem Sicherheitsabkommen einen Luftangriff im Südlibanon durch.

Israel führte am Samstag einen Drohnenangriff im Südlibanon durch, weniger als 24 Stunden nach der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens über Sicherheit zwischen den beiden Ländern unter US-Vermittlung, das darauf abzielte, die Spannungen an der Grenze abzubauen.

Nach Angaben der offiziellen libanesischen Nachrichtenagentur zielte eine israelische Drohne auf den Ort Nabatieh al-Fawqa, der außerhalb der auf einer von Israel veröffentlichten Karte definierten Sicherheitszone liegt. Diese Karte grenzt einen erweiterten Sektor ab, der unter der Kontrolle israelischer Streitkräfte im Südlibanon steht.

Die israelische Armee bestätigte gegenüber Reuters einen Drohnenangriff. Sie erklärte, dass sich keine ihrer Soldaten in unmittelbarer Nähe des Ziels befunden hätten und behauptete, eine Person angegriffen zu haben, die sie als Bedrohung für ihre Streitkräfte einstufte.

Die Armee hat jedoch weder Beweise noch weitere Informationen zur Identität der Zielperson vorgelegt.

Diese Operation erfolgte einen Tag nach der Bekanntgabe eines in Washington von den Vereinigten Staaten ausgehandelten Rahmenabkommens. Dieses Abkommen sieht ein Verfahren zur Wiederherstellung der libanesischen Souveränität, zur Einrichtung eines militärischen Koordinierungsmechanismus zwischen Israel, dem Libanon und den Vereinigten Staaten sowie zur Vorbereitung der Entwaffnung der Hisbollah vor.

Dieser neue Angriff unterstreicht dennoch die Fragilität der Lage vor Ort, da die beiden Länder versuchen, die in diesem Abkommen vorgesehenen Verpflichtungen umzusetzen, mit dem die seit mehreren Monaten andauernden Zusammenstöße entlang ihrer gemeinsamen Grenze beendet werden sollen.

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