Ein schwedisches Gericht hat Google zur Zahlung von rund 14,3 Milliarden Schwedischen Kronen (knapp 1,5 Milliarden US-Dollar) Schadenersatz an Klarna verurteilt. Hintergrund ist ein Rechtsstreit wegen wettbewerbswidriger Praktiken. Das Urteil zählt zu den höchsten Geldstrafen, die in Europa in solchen Verfahren verhängt wurden.
Der Fall geht auf eine Beschwerde von PriceRunner zurück, einer Preisvergleichsseite, die 2022 von Klarna übernommen wurde. Das Unternehmen warf Google vor, gegen Wettbewerbsregeln verstoßen zu haben, indem es seinen eigenen Preisvergleichsdienst in den Suchergebnissen zum Nachteil konkurrierender Plattformen bevorzugte.
PriceRunner forderte ursprünglich rund 78 Milliarden Schwedische Kronen als Entschädigung für entgangene Gewinne in Großbritannien, Schweden und Dänemark. Das Gericht sprach schließlich etwa 14,3 Milliarden Kronen zu und befand, dass Google gegen das Kartellrecht verstoßen hatte. Dieser Betrag lag jedoch deutlich unter der geforderten Summe.
Diese Entscheidung fällt mehrere Jahre, nachdem europäische Behörden Google wegen ähnlicher Praktiken im Zusammenhang mit seinem Preisvergleichsdienst sanktioniert hatten. Sie könnte andere Unternehmen dazu ermutigen, Klagen einzureichen und Schadensersatz für den ihrer Ansicht nach entstandenen Schaden zu fordern.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann angefochten werden, und Google hat angekündigt, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Entscheidung anzufechten. Der Fall könnte daher bis zu einer endgültigen Entscheidung vor höhere Gerichte gelangen.
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