Ukrainische Drohnen greifen eine Raffinerie in Moskau an, Explosionen erschüttern die russische Hauptstadt
Ukrainische Drohnen greifen eine Raffinerie in Moskau an, Explosionen erschüttern die russische Hauptstadt

Heftige Explosionen erschütterten am Donnerstag eine Ölraffinerie in Moskau nach einem Drohnenangriff der Ukraine. Dies geht aus in sozialen Medien kursierenden Bildern und Berichten lokaler Behörden hervor. Die angegriffene Anlage befindet sich innerhalb des Moskauer Autobahnrings, nur wenige Kilometer vom Kreml entfernt.

Der Anschlag verursachte Berichten zufolge einen Brand und erhebliche Schäden auf dem Industriegelände. Zeugen beschrieben eine besonders heftige Explosion, bei der der massive Deckel eines Lagertanks in die Luft geschleudert wurde, was die Wucht der Detonation verdeutlicht.

Den vorliegenden Informationen zufolge handelt es sich um den zweiten Angriff auf dieselbe Raffinerie innerhalb von drei Tagen. Dies deutet auf eine gezielte ukrainische Kampagne gegen Energieinfrastruktur tief im russischen Territorium hin. Kiew äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff, hat aber regelmäßig die Verantwortung für ähnliche Operationen gegen strategisch wichtige russische Ziele übernommen.

Dieser Angriff erfolgt inmitten einer Eskalation ukrainischer Drohnenangriffe mit großer Reichweite, die darauf abzielen, Russlands logistische und wirtschaftliche Kapazitäten zu schwächen. Ölraffinerien sind aufgrund ihrer Bedeutung für die Finanzierung der russischen Kriegsanstrengungen zu wiederkehrenden Zielen geworden.

Für Kiew haben diese Operationen auch eine starke symbolische Dimension, denn sie zeigen, dass sich der Krieg nicht mehr auf die Frontlinien in der Ukraine beschränkt, sondern nun auch sensible Bereiche im Herzen Russlands betreffen kann.

Moskau seinerseits spielt die Auswirkungen dieser Angriffe regelmäßig herunter und behauptet, seine Luftverteidigungssysteme würden die meisten Drohnen abfangen. Die russischen Behörden haben keine Angaben zum Ausmaß der Schäden oder zu den möglichen Folgen für die Produktion am betroffenen Standort gemacht.

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