Cyberangriffe: Großbritannien behauptet, dass 75 % der Angriffe auf seine kritische Infrastruktur von feindlichen Staaten ausgehen.
Cyberangriffe: Großbritannien behauptet, dass 75 % der Angriffe auf seine kritische Infrastruktur von feindlichen Staaten ausgehen.

Großbritannien schätzte am Mittwoch, dass fast drei Viertel der Cyberangriffe auf seine kritische Infrastruktur von feindlichen staatlichen Akteuren ausgehen. Diese Einschätzung präsentierte Richard Horne, Direktor des Nationalen Zentrums für Cybersicherheit (NCSC), in einer Rede zur wachsenden digitalen Bedrohung.

Den veröffentlichten Daten zufolge bearbeitete das NCSC im Jahr bis Mai 2026 rund 200 Vorfälle, die kritische Infrastrukturen und Unterstützungssysteme im ganzen Land betrafen. Diese Angriffe beeinträchtigten sensible Sektoren wie Energie, Transport, Telekommunikation und öffentliche Versorgungsbetriebe.

Richard Horne betonte, dass die meisten dieser Cyberangriffe Verbindungen zu Staaten aufweisen, die als feindlich gelten. Ohne konkrete Länder zu nennen, verweisen britische Behörden regelmäßig auf Bedrohungen durch ausländische Mächte, die zu komplexen Cyberoperationen fähig sind.

Diese Aussagen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis in westlichen Ländern über die Zunahme von Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen. Regierungen investieren verstärkt in Cybersicherheit, um ihre lebenswichtigen Netzwerke vor Spionage, Sabotage und Störungen zu schützen.

Das Vereinigte Königreich betrachtet Cybersicherheit als ein wichtiges nationales Sicherheitsthema, gleichrangig mit der traditionellen Verteidigung. Die Behörden gehen davon aus, dass Cyberangriffe durch die Störung essenzieller Dienste spürbare Auswirkungen auf den Alltag der Bürger haben können.

Da die Bedrohungen im Cyberspace immer größer und komplexer werden, fordert London erhöhte Wachsamkeit und verstärkte internationale Zusammenarbeit, um die für diese Angriffe verantwortlichen Akteure besser zu identifizieren und ihnen entgegenzuwirken.

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