Klima: Gefährdete Länder starten eine globale Offensive für eine gerechtere und stabilere Finanzierung
Klima: Gefährdete Länder starten eine globale Offensive für eine gerechtere und stabilere Finanzierung

Die am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder haben gemeinsam mit wichtigen internationalen Finanzinstitutionen eine neue Initiative ins Leben gerufen, um den Zugang zu erschwinglicheren und besser planbaren Finanzierungen zu verbessern. Diese Initiative erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Naturkatastrophen und des steigenden Drucks auf die öffentlichen Finanzen der fragilsten Staaten.

Die Initiative mit dem Namen „Pakt für mehr Nachhaltigkeit durch Anfälligkeit“ (V2V) vereint 74 Volkswirtschaften und mehr als ein Dutzend multilaterale Geber, darunter die Weltbank und den OPEC-Fonds. Sie wurde vom Forum der klimaanfälligen Länder und seinen Finanzministern, den sogenannten „V20“, ins Leben gerufen.

Dieses neue Abkommen zielt darauf ab, ein strukturelles Problem zu lösen: Länder, die am stärksten von Dürren, Überschwemmungen und Hurrikanen betroffen sind, müssen aufgrund einer ungünstigen Risikoeinschätzung häufig Kredite zu hohen Zinsen aufnehmen. Dies erhöht ihre Schuldenlast und schränkt ihre Möglichkeiten ein, in Klimaanpassungsmaßnahmen zu investieren.

Der Pakt skizziert mehrere Handlungsfelder, darunter die Entwicklung von zinsgünstigen Finanzierungen, die Mobilisierung von privatem Kapital und die Einrichtung sogenannter „krisenresistenter“ Mechanismen. Zu diesen Mechanismen gehören beispielsweise Kredite mit Klauseln, die die Rückzahlung im Falle einer Naturkatastrophe aussetzen, um den Staaten die Aufrechterhaltung grundlegender Dienstleistungen zu ermöglichen.

Die Initiative soll außerdem zur Veröffentlichung eines Weißbuchs mit konkreten Zielen bei den anstehenden Treffen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds führen. Die Initiatoren des Projekts hoffen, dass dies zu einer kohärenteren internationalen Antwort auf den wachsenden Bedarf gefährdeter Länder beitragen wird.

Diese Initiative erfolgt vor dem Hintergrund global steigender Kosten des Klimawandels bei gleichzeitig unzureichender Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen und Resilienz. Die betroffenen Länder fordern Großmächte und Finanzinstitutionen auf, ihre Methoden zur Bewertung von Länderrisiken zu überprüfen.

Für seine Befürworter könnte der V2V-Pakt einen wichtigen Schritt hin zu einer gerechteren internationalen Finanzarchitektur darstellen, die in der Lage ist, Volkswirtschaften, die am stärksten von Klimaschocks betroffen sind, besser zu unterstützen.

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