Ein Erdbeben der Stärke 6,1 erschütterte am Sonntagabend die nordwesttürkische Provinz Balıkesir. Dabei starb eine Person, 29 wurden verletzt, sagte Innenminister Ali Yerlikaya. 16 Gebäude stürzten ein, mehrere weitere wurden erheblich beschädigt.
Das Erdbeben, das um 19:53 Uhr von der türkischen Katastrophenschutzbehörde (AFAD) registriert wurde, war in mehreren benachbarten Provinzen bis nach Istanbul, der größten Stadt des Landes, zu spüren. Anwohner berichteten von starken Erschütterungen, die viele aus Angst vor Nachbeben dazu veranlassten, ihre Häuser zu verlassen.
Rettungsteams wurden umgehend in die betroffenen Gebiete geschickt, um nach möglichen Opfern zu suchen, die unter den Trümmern eingeschlossen waren. Zelte und provisorische Aufnahmezentren wurden errichtet, um die Menschen unterzubringen, die aus ihren beschädigten Häusern evakuiert worden waren.
Die Türkei liegt an der Nordanatolischen Verwerfung, einer der seismisch aktivsten Zonen der Welt, und wird regelmäßig von verheerenden Erdbeben heimgesucht. Die Behörden betonen die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen und erdbebensicheren Standards, da das Land noch immer von der Erinnerung an tödliche Katastrophen der Vergangenheit gezeichnet ist.
Die Rettungs- und Schadensermittlungsmaßnahmen dauern an, während die Bevölkerung weiterhin in Alarmbereitschaft ist, da in den kommenden Stunden oder Tagen die Gefahr weiterer Erdstöße besteht.