Am Samstag mobilisierten sich Tausende von Menschen in rund hundert französischen Städten, um von der Regierung ein Rahmengesetz gegen sexuelle Gewalt zu fordern.

Massendemonstrationen in Frankreich fordern ein Gesetz gegen sexuelle Gewalt
Massendemonstrationen in Frankreich fordern ein Gesetz gegen sexuelle Gewalt

Tausende Demonstranten versammelten sich am Samstag in rund 100 französischen Städten, um gegen sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt zu protestieren. Die Demonstrationen fanden einen Monat nach dem Beginn des Falls Lyhanna statt, der die Nation zutiefst erschütterte. Die Demonstranten skandierten „Für Lyhanna, wir werden sie nicht vergessen!“ und forderten die Behörden zu konkreten Maßnahmen auf. Viele Familien mit Kindern nahmen an den Kundgebungen teil, die von feministischen Gruppen und Kinderschutzorganisationen organisiert wurden.

Ein Rahmengesetz wird gefordert.

Die Hauptforderung betrifft die Verabschiedung eines umfassenden Rahmengesetzes gegen sexuelle Gewalt. Raphaëlle Rémy-Leleu, Ökofeministin und Pariser Stadträtin, erklärte gegenüber RMC, sie hoffe, „dieser Marsch werde verdeutlichen, dass es unmöglich ist, die Zeit zurückzudrehen“. Die Demonstranten fordern von der Regierung weitreichende Maßnahmen zum Schutz der Opfer und zur Verschärfung der Strafverfolgung von Gewalttätern.

Die massive, landesweite Mobilisierung zeugt vom Ausmaß der Empörung über die jüngsten Ereignisse. Die Organisatoren wollen den Druck auf die Behörden aufrechterhalten, um weitreichende Gesetzesreformen zu erreichen. Alle Quellen berichten von einer hohen Beteiligung; bei den Demonstrationen kamen Familien, Aktivisten und Bürger zusammen, die sich dem Kampf gegen diese Gewalt verschrieben haben.

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