Der Waldbrand im Wald von Fontainebleau in Seine-et-Marne breitete sich am Montagmorgen trotz eines Großeinsatzes weiter aus. Mehr als 1.000 Hektar Vegetation wurden bereits zerstört, was ihn zu einem der größten Brände in der Region macht. Die Flammen lodern an mehreren Fronten besonders stark, angefacht durch die widrigen Wetterbedingungen. Die Feuerwehrleute arbeiten unermüdlich daran, den Brand einzudämmen und ein Übergreifen auf bewohnte Gebiete zu verhindern.
Canadair-Wasserbomber erstmals in der Île-de-France eingesetzt
Angesichts des Ausmaßes des Brandes wurden zwei Canadair-Löschflugzeuge eingesetzt. Sie werden Wasser direkt aus der Seine zwischen Chartrettes und Bois-le-Roi aufnehmen und es anschließend über den am stärksten gefährdeten Gebieten abwerfen. Dies ist ein Novum für die Region Île-de-France. Die Rettungsdienste betonen, dass Canadair-Flugzeuge noch nie zuvor zur Brandbekämpfung im Wald von Fontainebleau eingesetzt wurden. Die Flugzeuge verstärken die bereits im Einsatz befindlichen zahlreichen Feuerwehrleute, Bodentrupps und anderen Flugzeuge. Laut den Rettungsdiensten ist das Feuer an der Front und an den Flanken weiterhin sehr intensiv, was die Löscharbeiten erschwert.
Bewohner wurden evakuiert und Warnmeldungen auf Handys
Mehrere Häuser in der Nähe des Katastrophengebiets wurden vorsorglich evakuiert. Die Behörden aktivierten außerdem das FR-Alert-System, um die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten in Echtzeit zu informieren. In dieser Notfallmeldung werden die Anwohner dringend gebeten, das Gebiet zu meiden, den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten und die Rettungsmaßnahmen nicht zu behindern.
Der Bahnverkehr ist weiterhin beeinträchtigt.
Die Folgen des Brandes wirken sich auch auf den öffentlichen Nahverkehr aus. Am Montagmorgen wurden auf mehreren Strecken ab dem Gare de Lyon weiterhin Verspätungen von 30 bis 40 Minuten gemeldet. Am Vortag waren die Beeinträchtigungen deutlich größer gewesen, mit Verspätungen von teilweise über fünf Stunden. Tausende Reisende saßen während der Hauptreisezeit in den Ferien aufgrund der durch die Nähe der Flammen verursachten Störungen fest.
Eine Mobilisierung, die andauern könnte
Die Behörden bleiben in höchster Alarmbereitschaft, da die Bedingungen die Ausbreitung des Feuers weiterhin begünstigen. Der Einsatz von Einsatzkräften ist nach wie vor umfangreich, und die Löscharbeiten werden voraussichtlich so lange andauern, wie aktive Brände den Wald und die umliegenden Gebiete bedrohen. Die Rettungsdienste bitten die Bevölkerung dringend, Reisen innerhalb des betroffenen Gebiets zu vermeiden, um die Arbeit der zur Bekämpfung dieses außergewöhnlichen Brandes mobilisierten Teams zu unterstützen.