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Die Versöhnungsszene reichte nicht aus. Nach dem Angriff, der sich am 20. März während einer Werbepause ereignete… TBT9 Fabien Lecœuvre gab auf W9 bekannt, Anzeige gegen Stéphane Tapie erstattet zu haben. Die beiden Männer waren sich jedoch zuvor in Cyril Hanounas Sendung begegnet, hatten sich öffentlich entschuldigt, Vergebung demonstriert und sich die Hand geschüttelt. Hinter den Kulissen laufen die Gerichtsverfahren jedoch weiter.  

Eine Aufnahme während der Werbepause

Die Ereignisse datieren zurück auf Freitag, den 20. März. Das Programm Alles schön, alles neu – WochenendeDie von Cyril Hanouna moderierte Sendung auf W9 befand sich gerade in der Werbepause. Wenige Minuten zuvor war es live im Fernsehen zu einem hitzigen Wortwechsel zwischen Fabien Lecœuvre und Stéphane Tapie gekommen. Abseits der Kamera ging Stéphane Tapie auf Fabien Lecœuvre zu und schlug ihm ins Gesicht. Der Kommentator fiel benommen zu Boden und wurde von anderen Anwesenden aufgeholfen. Anschließend wurde Stéphane Tapie vom Sicherheitspersonal zum Ausgang begleitet.  

Schädeltrauma und Krankenhausaufenthalt

Fabien Lecœuvre blieb bei der Auseinandersetzung nicht unverletzt. Nach dem Vorfall wurde er ins Krankenhaus eingeliefert, und es bestand der Verdacht auf eine Kopfverletzung. Sein Anwalt berichtete zudem von Migräne, Schwindel und Übelkeit. Nach seiner Rückkehr ins Radio sprach Fabien Lecœuvre auch über noch sichtbare körperliche Spuren, darunter ein Hämatom um sein Auge und Nackenschmerzen, die Physiotherapie erforderlich machten.  

Entschuldigung vor der Kamera

Wenige Tage nach dem Vorfall entschuldigte sich Stéphane Tapie öffentlich in einem Video, das auf W9 ausgestrahlt wurde. Er räumte seine Gewalttat ein, ohne sie zu rechtfertigen. Fabien Lecœuvre nahm die Entschuldigung live im Fernsehen an und betonte die Schwere des Geschehens. Am 22. April traten die beiden Männer gemeinsam in einer Fernsehsendung auf. Das große FestmahlStéphane Tapie, der sich immer noch in W9 aufhielt, drückte erneut sein Bedauern aus. Fabien Lecœuvre erwiderte, er habe ihm vergeben, aber nicht vergessen.  

Die Versöhnung hat den Fall nicht abgeschlossen.

Trotz dieser wenig überzeugenden Beschwichtigungsgeste, die dem Schutz des Images von Cyril Hanounas Sendung diente, hatte Fabien Lecœuvre bereits angekündigt, Anzeige zu erstatten. Er erklärte, dies sei keine persönliche Racheaktion, sondern angesichts der Schwere des Angriffs und seiner möglichen körperlichen Folgen ein notwendiger Schritt. Sein Anwalt erwähnte die Einreichung einer Zivilklage in Zusammenarbeit mit den beteiligten Arbeitgebern, insbesondere der Produktionsfirma H2O und dem Sender W9.  

Stéphane Tapie ist nun Ziel des Verfahrens.

Die Klage richtet sich gegen Stéphane Tapie wegen der Vorkommnisse während der Werbepause. Im vorliegenden Fall geht es um eine körperliche Auseinandersetzung, die Tapie in seiner Entschuldigung öffentlich einräumte. Fabien Lecœuvre hält seinerseits an seiner von Anfang an verfolgten zweigleisigen Strategie fest: Er akzeptiert die Entschuldigung persönlich, überlässt die Aufklärung des Sachverhalts aber der Justiz.