Südafrika und Nigeria von der „grauen Liste“ der Geldwäsche gestrichen
Südafrika und Nigeria von der „grauen Liste“ der Geldwäsche gestrichen

Gute Nachrichten für afrikanische Volkswirtschaften: Die Financial Action Task Force (FATF), die weltweit führende Organisation zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, hat Südafrika und Nigeria am Freitag von ihrer berüchtigten „grauen Liste“ gestrichen. Märkte und Investoren begrüßten die Entscheidung als Zeichen der Stabilität und der wiedergewonnenen Glaubwürdigkeit.

Die Aufnahme in diese Liste, die Anfang 2023 erfolgte, war auf mangelnde Koordination und Überwachung im Kampf gegen illegale Finanzströme zurückzuführen. Seitdem haben die beiden afrikanischen Riesen umfangreiche institutionelle und juristische Reformen durchgeführt, um die Transparenz ihrer Bankensysteme zu stärken und ihre Standards an internationale Standards anzupassen.

Ein symbolischer und wirtschaftlicher Sieg

In Südafrika begrüßte Präsident Cyril Ramaphosa die Entscheidung, die einen „entscheidenden Wendepunkt für den Finanzsektor und die Volkswirtschaft“ darstelle. Leila Fourie, CEO der Johannesburger Börse, pries die „Wiederherstellung des Vertrauens in unser Finanzsystem“ als Ergebnis einer nationalen Mobilisierung im Rahmen der Operation Phumelela, deren Ziel es ist, die Bearbeitung von Geldwäsche- und Korruptionsfällen zu beschleunigen.

In Nigeria erklärte der Leiter der Financial Intelligence Unit, Hafsat Abubakar Bakari, der Schritt sei „ein klares Signal an die Welt, dass Nigeria in der Lage sei, die globalen Standards finanzieller Integrität zu erfüllen und sogar zu übertreffen“. Finanzminister Wale Edun fügte hinzu, der Schritt werde „die ausländischen Direktinvestitionen stärken, Überweisungen erleichtern und neue Arbeitsplätze schaffen“.

Reformen werden von den Märkten begrüßt

Die Märkte reagierten sofort: Der südafrikanische Rand wertete nach der Ankündigung gegenüber dem Dollar um 0,6 Prozent auf. Ökonomen gehen davon aus, dass dieser Schritt die Kreditkosten für Regierungen und Unternehmen senken und gleichzeitig ausländische Investitionen ankurbeln dürfte.

Die FATF hat mit Unterstützung der G20 auch Mosambik und Burkina Faso von der Liste gestrichen. Diese vier Länder standen zwischen 2021 und 2023 wegen ihres Versagens bei der Bekämpfung von Finanzkriminalität unter Beobachtung. Nigeria, das jährlich fast 20 Milliarden Dollar an Überweisungen erhält, hofft nun auf einen Anstieg dieser Geldströme.

Eine Reform der internationalen Kriterien

Unter der Präsidentschaft der Mexikanerin Elisa de Anda Madrazo hat die FATF kürzlich ihre Bewertungskriterien überarbeitet, um den Druck auf die am wenigsten entwickelten Länder zu verringern. Dabei konzentriert sie ihre Bemühungen auf Volkswirtschaften mit einem Finanzsektor von über 10 Billionen Dollar.

Südafrika wird 2027 anhand der neuen Methodik der FATF neu bewertet. In der Zwischenzeit hoffen afrikanische Regierungen, dass diese Anerkennung dazu beiträgt, das Image des Kontinents bei internationalen Investoren zu verbessern.

Was sollten wir uns schnell merken?

Gute Nachrichten für die afrikanischen Volkswirtschaften: Die Financial Action Task Force (FATF), die weltweit führende Anti-Geldwäsche- und