Der niederländische Schiedsrichter Rob Dieperink ist im Alter von 38 Jahren verstorben. Sein Tod wurde am Montag, dem 13. Juli, vom niederländischen Fußballverband bekannt gegeben. Er wurde tot in seinem Haus in Borculo aufgefunden. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen, gaben aber zum jetzigen Zeitpunkt an, dass es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe. Die Todesursache wurde nicht veröffentlicht.
Ausschluss von der Weltmeisterschaft, nachdem eine Untersuchung ohne weitere Maßnahmen eingestellt wurde
Sein Verschwinden ereignete sich zwei Monate nach einer der schwierigsten Phasen seiner Karriere. Rob Dieperink sollte bei der Weltmeisterschaft 2026 als Video-Schiedsrichterassistent (VAR) eingesetzt werden, wurde jedoch nach seiner Festnahme im April in London von der FIFA-Liste gestrichen. Ihm wurde vorgeworfen, nach einem Spiel in England zum Viertelfinale der Europa League Conference zwischen Crystal Palace und Fiorentina einen 17-jährigen Jungen sexuell missbraucht zu haben. Die Metropolitan Police führte umfassende Ermittlungen durch, wertete unter anderem Videoaufnahmen von Überwachungskameras und beschlagnahmte elektronische Geräte aus. Das Verfahren wurde schließlich ohne Anklageerhebung eingestellt, da die Ermittler zu dem Schluss kamen, dass die Beweislage für eine Strafverfolgung nicht ausreichte.
Eine FIFA-Entscheidung wurde trotz Abschluss des Verfahrens bestätigt.
Obwohl die Anklage fallen gelassen wurde, nominierte die FIFA den Schiedsrichter nicht wieder für die Weltmeisterschaft. Diese Entscheidung traf ihn schwer. In einer Stellungnahme gegenüber der niederländischen Presse nach Abschluss des Verfahrens betonte Rob Dieperink, er habe vollumfänglich mit den Ermittlern kooperiert und FIFA, UEFA und den KNVB umgehend informiert. Er sagte, er sei zu Unrecht beschuldigt worden und bedauere, die Chance auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft verloren zu haben.
Eine internationale Karriere, die abrupt beendet wurde
Rob Dieperink ist seit 2012 professioneller Schiedsrichter und leitete seit 2017 Spiele in der Eredivisie. Er etablierte sich nach und nach als einer der erfahrensten Schiedsrichter der Niederlande und war auch auf europäischer Ebene im Einsatz. So fungierte er beispielsweise als Video-Schiedsrichterassistent (VAR) bei der EM 2024 und wirkte bei zahlreichen Spielen der Champions League, Europa League und Europa Conference League mit. Er leitete 84 Spiele in der Eredivisie und stand auf der Liste der für die WM 2026 nominierten Schiedsrichter, wurde jedoch später wieder gestrichen.
Die Würdigung durch den niederländischen Fußballverband
In einer Stellungnahme drückte der KNVB sein tiefes Bedauern über den Tod des Verstorbenen aus. Der Verband würdigte ihn. „Ein hoch angesehener Schiedsrichter mit internationaler Erfahrung, vor allem aber ein wunderbarer und engagierter Kollege.“bevor er seine Gedanken seiner Familie, seinen Angehörigen und der gesamten Schiedsgerichtsbarkeit widmete.