Diesen Sonntag finden zwei Achtelfinalspiele der Weltmeisterschaft statt. Alle vier Teams haben dasselbe Ziel: gewinnen und ins Viertelfinale einziehen. Im ersten Spiel trifft Brasilien um 22:00 Uhr auf Norwegen. Die Partie wird auf beIN Sports 1 und M6 übertragen. Später in der Nacht spielt Mexiko um 02:00 Uhr gegen England. Auch dieses Spiel wird auf beIN Sports 1 übertragen.
Brasilien-Norwegen: Die Seleção ist nicht der klare Favorit.
Brasilien hat das Trikot, die Geschichte, den Namen mit Gewicht. Doch sie haben noch nicht den Spielstil entwickelt, der Vertrauen einflößt. Vor dem Achtelfinalspiel gegen Norwegen hatte die Seleção die Zweifel, die sie seit Turnierbeginn plagten, nicht ausräumen können. Sie sind immer noch da, aber sie vermitteln nicht den Eindruck einer Mannschaft, die das Spiel von Anfang bis Ende souverän im Griff hat. Neymar Das beschreibt dieses seltsame Brasilien ganz gut. Der für die WM nominierte Zehner kommt nicht zum Einsatz: nur 14 Minuten gegen Schottland, dann gegen Marokko und Japan auf der Bank. Carlo Ancelotti beteuert zwar, er könne spielen und werde ihn einsetzen, wenn die Mannschaft ihn brauche… Hier wirft Brasilien Fragen auf. Neymar ist zwar da, aber wie ein Schatten seiner selbst. Vinicius Jr. trägt die Hauptlast der Offensive, Raphinha ist verletzt und Paquetá fällt aus.
Norwegen: Haaland trägt das Land
Norwegen ist nicht hier, um Brasilien beim Spielen zuzusehen. Sie haben drei ihrer vier Spiele im Turnier gewonnen und setzen auf Erling Haaland, der bereits fünf Tore erzielt hat. Ihr Trainer, Ståle Solbakken, betonte, wie wichtig es sei, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht von der Bedeutung des Spiels mitreißen zu lassen. Für Norwegen ist eine Überraschung gegen eine brasilianische Mannschaft, die niemandem mehr Angst einjagt, so gut wie nie zuvor möglich.
Mexiko-England: Ein spannendes Achtelfinale
Mexiko-England: Das Aztekenstadion, die Höhenlage und ein achtes Spiel, das nach einer Falle riecht.
Mexiko trifft am frühen Montagmorgen um 02:00 Uhr auf England. Das Spiel findet im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt statt. Der Sieger zieht ins Viertelfinale ein und trifft dort auf den Gewinner der Partie Brasilien gegen Norwegen. Mexiko reist mit Rückenwind zum Turnier an. Als Gruppenerster und Bezwinger von Ecuador in der Runde der letzten 32 hat El Tri bisher ein starkes Turnier gespielt. Ein Viertelfinalsieg im Aztekenstadion gegen eine europäische Spitzennation würde Mexiko einen Vorgeschmack auf den Turniererfolg geben.
Ein Gebirge England hat sich qualifiziert, aber das ist keine beruhigende Gewissheit.
England zog in die nächste Runde ein, dominierte die vorherige Runde aber nicht wirklich. Gegen die DR Kongo gerieten die Engländer zunächst in Rückstand, konnten diesen aber dank zweier später Tore von Harry Kane ausbauen. Endstand: 2:1. Harry Kane bleibt der Dreh- und Angelpunkt der Offensive. Doch um ihn herum muss England eine Schippe drauflegen: stärker ins Spiel finden, Drucksituationen besser bewältigen und vermeiden, ständig einem Rückstand hinterherzulaufen.
Der Aztekenfaktor
Mehr denn je kann der Austragungsort den Unterschied ausmachen. England wird in einem über 2000 Meter großen Stadion spielen. 2 Meter über dem MeeresspiegelIn einem vollbesetzten Stadion mit mexikanischen Fans räumte Thomas Tuchel ein, dass die Höhenlage ein Faktor sein könnte, weigerte sich aber, sie als Ausrede zu benutzen. Für Mexiko, das an Höhenlagen gewöhnt ist, ist es ein echter Vorteil. Werden sie ihn nutzen? Wir werden es heute Abend erfahren…