Mit „Following in Your Footsteps“, das am 18. Juni auf Netflix erschien, hat Harlan Coben bereits seine zwölfte Adaption für die Plattform veröffentlicht. Dieses außergewöhnliche Tempo macht seinen Namen zunehmend zu einer festen Größe im Bereich der Serienthriller. Diesmal gibt es eine bemerkenswerte Änderung: Die Handlung verlässt Europa und spielt in den Vereinigten Staaten, dem Heimatland des Autors. Ein höheres Budget, eine hochkarätige Besetzung und eine gesteigerte visuelle Ambition zeichnen die neue Miniserie aus, in der Sam Worthington, Britt Lower, Milo Ventimiglia und Madeleine Stowe die Hauptrollen spielen.
Ein bekanntes Rezept, aber immer noch eine gewaltige Herausforderung.
Die Handlung vereint die Elemente, die den Romanautor so erfolgreich gemacht haben: ein Familiendrama, eine ungewisse Wahrheit und eine Reihe von Enthüllungen. David Burroughs verbüßt eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an seinem dreijährigen Sohn, ein Verbrechen, das er nach wie vor bestreitet. Fünf Jahre später deutet ein Foto darauf hin, dass das Kind noch leben könnte. Überzeugt, endlich eine Spur gefunden zu haben, bricht er aus, um ihn zu suchen.
Von da an entfaltet sich die Serie in einem perfekt abgestimmten Rhythmus aus Verfolgungsjagden, Intrigen und Familiengeheimnissen. Fans von Cobens Romanen werden diese Erzählstruktur, die auf falschen Fährten und ständigen Wendungen basiert, wiedererkennen. Auch wenn manche Passagen gelegentlich an die Unglaubwürdigkeit grenzen, fesselt das unerbittliche Tempo die Zuschauer und lässt sie die nächste Folge mit Spannung erwarten, um Antworten zu erhalten.
Ein globales Franchise-Unternehmen, das langsam an Reiz verliert
Der Start von „Following in Your Footsteps“ bestätigt Harlan Cobens zentrale Rolle in der Netflix-Strategie. Laut franceinfo erreichte die Serie nur zwei Tage nach Veröffentlichung in 57 Ländern die Spitze der Einschaltquoten. Dieser Erfolg ist Teil der exklusiven Partnerschaft zwischen der Plattform und dem Autor zur Adaption von vierzehn seiner Romane, die auf eine erste Zusammenarbeit mit … folgt. Sicher in 2018.
Das Phänomen basiert auf einer sofort erkennbaren Formel: leicht zugängliche Spannung, hochwirksames Storytelling und Handlungsstränge, die sich problemlos von einem Land ins andere übertragen lassen. Im Interview mit franceinfo Culture vergleicht der Serienexperte Matthieu Letourneux diesen katalogartigen Ansatz sogar mit dem großer Unterhaltungsfranchises.
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