Die ersten beiden Folgen von „Cape Fear“ sind seit Freitag, dem 5. Juni, auf Apple TV+ verfügbar. Die restlichen acht Folgen werden wöchentlich bis zum 31. Juli ausgestrahlt. Die zehnteilige Miniserie stammt aus der Feder von Nick Antosca und wurde von Martin Scorsese und Steven Spielberg produziert. Sie ist eine weitere Adaption von John D. MacDonalds Roman „The Executioners“ aus dem Jahr 1957, der bereits 1962 von J. Lee Thompson mit Robert Mitchum in der Hauptrolle und 1991 von Scorsese mit Robert De Niro als Max Cady verfilmt wurde. Javier Bardem ist damit der dritte Schauspieler, der diese ikonische Figur verkörpert, neben Amy Adams und Patrick Wilson.
Max Cady, Bardem-Version: nuancierter, faszinierender denn je
Die Handlung dreht sich um Max Cady, der nach siebzehn Jahren Haft entlassen wird und überzeugt ist, von seinem Anwalt während seines Prozesses verraten worden zu sein. Er hat nur eines im Sinn: Rache an Anna Bowden (Amy Adams), ihrem Mann und ihren beiden Kindern. Sein Plan ist es, Terror zu verbreiten, der mit psychischer Gewalt beginnt und sich dann in physische Gewalt verwandelt. Vergleiche mit den Vorgängern sind unvermeidlich, und Bardem meistert diese Rolle mit Bravour. „Weniger oberflächlich als die von Robert Mitchum und Robert De Niro, ist diese Darstellung ebenso furchterregend wie nuanciert“, bemerkt die HuffPost. Mal verführerisch, mal räuberisch, immer mit vollem Einsatz, erinnert sein Spiel an den kalten Schrecken, den er in „No Country for Old Men“ verkörperte, oder an seine machiavellistische Natur in „Skyfall“. Nick Antosca verwebt subtil Anspielungen auf die beiden vorherigen Filme, doch stets mit dem Ziel, Erwartungen zu unterlaufen und sich nie auf einfache Lösungen zu beschränken. Die Serie thematisiert zudem den Verlust des Vertrauens in die Justiz. Ein Erfolg, der laut Presse die bisher beste Version von Max Cady darstellt.
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