Tour de France: Pogacar triumphiert in Rouen und holt seinen 100. Karrieresieg
Tour de France: Pogacar triumphiert in Rouen und holt seinen 100. Karrieresieg

Tadej pogacar gewann am Dienstag in Rouen die vierte Etappe der Tour de France 2025 und sicherte sich damit den 100. Sieg seiner Profikarriere. Der slowenische Weltmeister siegte im Sprint vor Mathieu Van der Poel nach einem nervenaufreibenden und spektakulären Finale, das von einer Reihe von Angriffen auf den letzten Anstiegen vor dem Ziel geprägt war. Während Van der Poel dank des Tiebreak-Kriteriums das Gelbe Trikot behielt, zeigte Pogacar ihm, dass er bei dieser Grande Tour an jedem Tag eine ernstzunehmende Kraft sein wird.

Ein spannendes Rennen ab den letzten Kilometern

Lange Zeit vom Peloton kontrolliert, kam auf den letzten 20 Kilometern Leben in die Etappe. Das gut organisierte Team UAE-Emirates um Pogacar beschleunigte in der Nähe der Côte de Bonsecours und legte ein hohes Tempo vor, das das Peloton sofort dezimierte. Auf der Saint-Hilaire-Rampe startete Pogacar 250 Meter vor dem Gipfel einen scharfen Angriff. Nur Jonas Vingegaard konnte sein Hinterrad einholen, kostete ihn jedoch einen gewaltigen Kraftakt. Der Däne, der seinen slowenischen Rivalen in der Abfahrt nicht ablösen konnte, begünstigte so die Rückkehr der Favoritengruppe in der Nähe der Flamme Rouge.

Im Schlusssprint überholte Pogacar, perfekt geführt von Joao Almeida, den erschöpften Van der Poel, der zu früh gestartet war. Trotz dieser Niederlage im Ziel behielt der Niederländer sein Gelbes Trikot, da die beiden Fahrer in der Gesamtwertung zeitgleich waren. Jonas Vingegaard komplettierte das Etappenpodium. Er zeigte in den hochintensiven Phasen weiterhin eine solide Leistung, ließ im Finale jedoch jegliche offensive Initiative vermissen.

Die Franzosen sind da

Romain Grégoire zeigte eine solide Leistung und wurde als bester Franzose des Tages Fünfter. Der junge Groupama-FDJ-Fahrer zeigte sich nach dem Zieleinlauf zufrieden und betonte die Schwierigkeit der Etappe und seine Freude, auf diesem Niveau zu sein. Kevin Vauquelin belegte unterdessen den zehnten Platz und bestätigte damit seinen starken Tour-Auftakt.

Unter den Anwärtern auf die Gesamtwertung hatte Remco Evenepoel einen schwierigeren Tag. Der Belgier, der zum Zeitpunkt des Sprints schlecht positioniert war, wurde von einer Ausreißergruppe überrascht und verlor zusätzlich zu den Prämien seiner Rivalen noch einige Sekunden.

Der nächste Schritt folgt morgen bei einem 33 km langen Zeitfahren in Caen …