Alexander Zverev hat endlich den Grand-Slam-Titel gewonnen, der ihm seit Beginn seiner Karriere verwehrt geblieben war. Am Sonntag besiegte der Deutsche im Finale der French Open den Italiener Flavio Cobolli nach einem Fünfsatzmatch mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 [5], 6:1.
Mit 29 Jahren gewann Zverev sein erstes Grand-Slam-Turnier. Dies gelang ihm auf dem Pariser Sandplatz nach mehreren Niederlagen in Major-Finals und zwei kontrollierten Wochen in einem Turnier, das durch das frühe Ausscheiden der Favoriten durcheinandergewirbelt wurde.
Ein autoritärer Abgang, dann ein Kampf
Zverev erwischte einen Traumstart ins Finale und dominierte den ersten Satz mit 6:1. Solider und präziser spielte er und setzte Cobolli schnell unter Druck, der in den Ballwechseln und bei seinem Aufschlag keine Chance hatte. Der Italiener konterte im zweiten Satz. Aggressiver und entschlossener in seinen Entscheidungen, nutzte Cobolli eine schwächere Phase Zverevs und glich zum 6:4-Satzausgleich aus. Der Deutsche ging im dritten Satz erneut in Führung und gewann diesen mit 6:4, bevor Cobolli sich abermals zurückkämpfte. Der vierte Satz, den der Italiener im Tiebreak für sich entschied, verlängerte die Spannung und erzwang einen fünften Satz.
Die fünfte Befreiungsserie
Im dritten Satz übernahm Zverev sofort wieder die Kontrolle. Frischer und konstanter in den Ballwechseln, baute er schnell einen Vorsprung aus. Cobolli, zwar mutig, aber in den entscheidenden Momenten weniger konstant, konnte mit dem Tempo des Deutschen nicht mithalten. Zverev gewann den letzten Satz mit 6:1 und feierte damit den größten Sieg seiner Karriere.
Ein viertes Finale wurde schließlich gewonnen
Dieses Finale war Zverevs viertes Grand-Slam-Finale. Nach Niederlagen bei den US Open 2020, den French Open 2024 und den Australian Open 2025 war der Deutsche zuvor immer im Finale gescheitert. In Paris nutzte er endlich seine Chance. Als Favorit nach Jannik Sinners Ausscheiden in der zweiten Runde erfüllte Zverev die Erwartungen und sicherte sich den Roland-Garros-Titel.
Cobolli unterlag, aber ein überraschender Finalist
Flavio Cobolli verlässt Roland-Garros mit seiner ersten Grand-Slam-Finalteilnahme. Der Italiener kämpfte tapfer, gewann einen hart umkämpften vierten Satz und gab über weite Strecken des Matches nicht auf. Doch gegen einen erfahreneren und souveräneren Zverev im fünften Satz konnte Cobolli die Überraschung nicht schaffen. Seine Finalteilnahme bestätigt dennoch seinen Fortschritt auf höchstem Niveau.