Schock bei den French Open: Weltranglistenerste Aryna Sabalenka bricht ein
Schock bei den French Open: Weltranglistenerste Aryna Sabalenka bricht ein

Aryna Sabalenka wird nicht im Halbfinale der French Open antreten. Die Weltranglistenerste unterlag am Mittwoch im Viertelfinale Diana Shnaider mit 3:6, 7:5, 6:0 nach einem 2 Stunden und 12 Minuten dauernden Match auf dem Court Philippe-Chatrier. Die an Position 25 gesetzte Russin erreichte damit zum ersten Mal in ihrer Karriere das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. 

Ein Spiel, das Sabalenka veranstaltete

Sabalenka hatte das Match jedoch unter Kontrolle gebracht. Die Belarussin spielte im ersten Satz souverän und gewann ihn mit 6:3, bevor sie ihre Führung im zweiten Satz weiter ausbaute. Sie hatte einen Zwei-Break-Vorsprung und befand sich in einer aussichtsreichen Position, das Match zu beenden, insbesondere beim Stand von 5:4 bei eigenem Aufschlag, nur zwei Punkte vom Sieg entfernt. 

Dann wendete sich das Blatt. Shnaider schaffte das Rebreak, glich zum 2:2 aus und sicherte sich anschließend den zweiten Satz mit 7:5. Von da an ließ sie nicht locker. Die Russin dominierte auch den dritten Satz und gewann ihn souverän mit 6:0, ohne Sabalenka ein einziges Spiel gewinnen zu lassen. 

Zehn Spiele in Folge verloren

Das Match endete für Sabalenka katastrophal. Nachdem sie den Sieg eigentlich fest im Griff hatte, verlor sie die letzten zehn Spiele. Shnaider wandelte die prekäre Situation in einen deutlichen Sieg um, gewann den zweiten Satz und anschließend den gesamten dritten. Das Endergebnis verdeutlicht den Zusammenbruch: Sabalenka gewann den ersten Satz, servierte im zweiten zum Matchgewinn und konnte danach kein Spiel mehr für sich entscheiden. Die Weltranglistenerste verlässt Roland-Garros nach einem einseitigen dritten Satz.

57 unforced errors für Sabalenka

Das Match fand bei windigen Bedingungen statt, was die Ballwechsel beeinflusste. Sabalenka häufte Fehler an: insgesamt 57 unerzwungene Fehler. Shnaider hingegen hielt in den Ballwechseln gut mit und nutzte jede Unachtsamkeit ihrer Gegnerin, um ihren Return durchzusetzen. Diese Niederlage beendet auch eine wichtige Serie für Sabalenka. Die Belarussin hatte sechs Grand-Slam-Halbfinals in Folge erreicht. Sie peilte eine weitere Halbfinalteilnahme in Paris an, wo sie den Titel noch nicht gewinnen konnte. 

Shnaider gegen Chwalinska um einen Platz im Finale

Diana Shnaider trifft im Halbfinale auf Maja Chwalinska. Die polnische Qualifikantin, die auf Platz 114 der Weltrangliste steht, sorgte ebenfalls für eine Überraschung. Sie besiegte Anna Kalinskaya mit 7:6, 6:3 und erreichte damit ihr erstes Grand-Slam-Halbfinale. Das Damen-Tableau der French Open beginnt somit mit einem unerwarteten Halbfinale zwischen Shnaider und Chwalinska. Für Sabalenka endet das Turnier im Viertelfinale, nachdem sie eine komfortable Führung innehatte und die Chance zum Sieg vergab. Für Shnaider ist es der größte Erfolg ihrer Karriere.