Die französischen Steuerbehörden haben ein umfangreiches Steuernachforderungsverfahren gegen Samir Nasri, einen ehemaligen französischen Nationalspieler mit 41 Länderspielen und jetzigen Experten für Canal+, eingeleitet. Um die Eintreibung der geforderten Summe zu gewährleisten, hat das Finanzministerium eine Zwangshypothek auf eine Immobilie in Paris eintragen lassen und die Pfändung seiner Bankkonten bei Edmond de Rothschild erwirkt. Die Schulden belaufen sich auf schätzungsweise 5,51 Millionen Euro, darunter 5,25 Millionen Euro an rückständiger Einkommensteuer für den Zeitraum 2020–2022. Diese im Juli 2025 eingeleitete Vorsichtsmaßnahme wurde am 12. März vom Pariser Gericht bestätigt.
Sein steuerlicher Wohnsitz ist der Kernpunkt der Angelegenheit.
Der Streit betrifft den von dem ehemaligen Spieler von Manchester City und Marseille beanspruchten steuerlichen Wohnsitz in Dubai. Die Steuerbehörden hingegen argumentieren, dass der Mittelpunkt seiner Lebensinteressen und Aktivitäten in Frankreich liegt. Zur Untermauerung dieser Position verweisen sie auf drei Immobilien, die Samir Nasri in Frankreich besitzt, und heben seine regelmäßige Tätigkeit als Berater für Canal+ seit Ende 2021 hervor, die unter anderem Auftritte in Paris für zahlreiche Übertragungen im Zusammenhang mit Champions-League-Spielen umfasst.
Aufenthalte in Frankreich, Flugdaten und 212 Deliveroo-Bestellungen
Zu den berücksichtigten Beweismitteln gehören Flugdaten, die belegen, dass Samir Nasri zwischen 2021 und 2023 jährlich zwischen 126 und 208 Tage in Frankreich verbrachte. Im selben Zeitraum hielt er sich schätzungsweise zwischen 42 und 124 Tage pro Jahr in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf. Ein weiteres Indiz sind 212 Mahlzeiten, die 2022 über Deliveroo bestellt und in Paris geliefert wurden – ein Detail, das seinen langfristigen Wohnsitz in Frankreich untermauert.
Samir Nasri bestreitet den Inhalt des Umstrukturierungsplans und die angewandte Methode.
Das Verteidigerteam des ehemaligen Marseille-Spielers hat Einspruch eingelegt und die Maßnahmen kritisiert, da sie in diesem Verfahrensstadium als außergewöhnlich gelten. Samir Nasri erhielt Anfang März einen Vorschlag zur Steueranpassung. Er argumentiert, dass sein französisches Einkommen bereits versteuert sei und verweist zudem auf seine Bankverbindungen nach Großbritannien. „Das Vereinigte Königreich hatte vor der Verlagerung seiner Besteuerung in die Emirate die ausschließliche Kontrolle darüber.“„Das sagte der Fußballer laut der Wirtschaftszeitung.“