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Der ehemalige Canal+-Journalist Mourad Zeghidi, der in Tunesien inhaftiert ist, befindet sich im Hungerstreik.

Der in Tunesien inhaftierte französisch-tunesische Journalist Mourad Zeghidi ist in einen Hungerstreik getreten. Seine Familie äußert Besorgnis über den Gesundheitszustand und die rechtliche Lage des ehemaligen Sportkommentators von Canal+, der seit über zwei Jahren inhaftiert ist. Seine Pariser Anwältinnen Louise El Yafi und Inès Davau verurteilen seine Inhaftierung aufgrund seiner journalistischen Tätigkeit. Sie sind der Ansicht, dass der Hungerstreik die verzweifelte Lage widerspiegelt, in der sich Mourad Zeghidi derzeit befindet.

Das Urteil von dreieinhalb Jahren Haft wurde im Berufungsverfahren bestätigt.

Das Berufungsgericht von Tunis bestätigte Mitte Mai die dreieinhalbjährige Haftstrafe für die beiden bekannten tunesischen Journalisten Mourad Zeghidi und Borhen Bsaies. Sie waren im Mai 2024 inhaftiert worden, nachdem sie in Radio- und Fernsehsendungen Präsident Kais Saied kritisiert hatten. Obwohl ihre Entlassung ursprünglich für Januar 2025 nach acht Monaten Haft vorgesehen war, wurden neue Anklagen wegen angeblicher finanzieller Unregelmäßigkeiten gegen sie erhoben. Diese Anklagen führten zu einer Verurteilung, die auch in der Berufung bestätigt wurde.

Die Familie verurteilt die anhaltende Inhaftierung.

Für Mourad Zeghidis Familie dienen die Gerichtsverfahren dazu, den Journalisten weiterhin in Haft zu halten. Sie prangern diesen fortgesetzten Freiheitsentzug an, trotz der Zeit, die er bereits im Gefängnis verbracht hat. Seine Anwälte sind der Ansicht, dass die Pressefreiheit unmittelbar bedroht ist, wenn das Justizsystem ihrer Ansicht nach dazu missbraucht wird, die Inhaftierung eines Journalisten zu verlängern und ihn an unabhängiger Meinungsäußerung zu hindern.

Ein Aufruf zur sofortigen Freilassung

Die Familie von Mourad Zeghidi fordert die tunesischen Behörden auf, seine Inhaftierung zu beenden und ihn unverzüglich freizulassen. Sie appelliert außerdem an Frankreich, sich rasch und entschieden für den französisch-tunesischen Journalisten einzusetzen.