Nach der Bekanntgabe von Loanas Tod würdigte Benjamin Castaldi auf Instagram das Andenken an eine Person, die eine der kultigsten Figuren des französischen Fernsehens bleiben wird. Loft-Geschichte, die er auf M6 präsentierte. Der Moderator veröffentlichte einen langen, persönlichen und ernsthaften Text, in dem er sowohl die von Loana verkörperte Fernsehrevolution als auch die kollektive Verantwortung angesichts ihres Schicksals thematisiert.
Hier seine vollständige Stellungnahme:
„Es gibt Gesichter, die man nie vergisst.“
Und ihre Geschichte, Loanas Geschichte, ist Teil unserer gemeinsamen Geschichte. Wir dachten, wir würden eine Fernsehsendung sehen.
In Wirklichkeit erlebten wir eine Revolution.
Der erste. Der echte. Der, der das Fernsehen für immer verändert hat… und vielleicht auch unsere Sicht auf die Menschheit.
Loana war keine Figur.
Sie war eine Frau. Eine echte Frau. Mit ihren Fehlern, ihrer Sanftmut, ihrer offenkundigen Zerbrechlichkeit.
Und genau deshalb haben wir es geliebt.
Aber genau deshalb haben wir sie auch im Stich gelassen.
Wir bejubelten sein Licht… ohne seinen Schatten zu schützen.
Wir konsumierten ihre Authentizität… ohne den Preis zu bedenken, den sie dafür zahlen würden.
Wir sahen sie leben, lieben, fallen… ohne uns jemals wirklich zu fragen, wer sie danach auffangen würde.
Die Wahrheit ist, dass wir alle ein bisschen Verantwortung tragen.
Weil wir es alle gesehen haben.
Weil wir alle kommentiert haben.
Denn wir alle haben irgendwann einmal weggeschaut, wenn es zu schwierig wurde.
Sie verkörperte eine unverfälschte Unschuld in einer Welt, die nichts verzeiht.
Und wir konnten ihren Erwartungen nicht gerecht werden.
Heute ist mehr als nur eine Fernseh-Erinnerung geblieben.
Ein Gefühl bleibt zurück. Eine Verlegenheit. Ein Bedauern.
Das Gefühl, gegenüber einem zutiefst menschlichen Menschen nicht menschlich genug gewesen zu sein.
Ja, genau…
Wir haben gemeinsam eine Revolution erlebt.
Aber vielleicht haben wir dabei das Wichtigste vergessen:
Hinter diesem Phänomen… stand eine Frau.