Amine Elbahi (Kommentator bei CNEWS) reicht bei Arcom eine Beschwerde gegen CNews ein und verteidigt öffentlich sein Vorgehen.
Amine Elbahi (Kommentator bei CNEWS) reicht bei Arcom eine Beschwerde gegen CNews ein und verteidigt sein Vorgehen öffentlich.

Der CNews-Kommentator Amine Elbahi bestätigte am Dienstag, dass er nach den Enthüllungen von Mediapart über mehrere Beschwerden gegen seinen eigenen Sender eine Beschwerde bei der französischen Regulierungsbehörde für audiovisuelle und digitale Kommunikation (Arcom) eingereicht hat. Dies ist ein ungewöhnlicher Fall in der französischen Medienlandschaft und ereignet sich inmitten der Kontroverse um die Sendung „100% Frontières“ und ihren Regisseur Erik Tegnér.

In einer auf X veröffentlichten Nachricht erklärt Amine Elbahi, er habe die Verantwortung übernommen, sicherzustellen, dass Arcom die Auswirkungen „neuer Informationen über Erik Tegnérs politische Situation“ im Hinblick auf die Regeln der Redezeitgerechtigkeit und den Respekt vor Pluralismus prüft. Er bezieht sich dabei konkret auf einen Artikel in Splann, in dem Erik Tegnér als Mitglied von Marion Maréchals Partei Identität-Freiheiten identifiziert wird.

Der Kolumnist betont, dass „in einer Demokratie jeder seine politischen Ansichten frei vertreten kann“, glaubt aber, dass diese Freiheit auch bedeutet, „zu seinen Meinungen zu stehen und sich nicht hinter einer Fassade zu verstecken“. Seiner Ansicht nach müssen im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen 2027 „Qualität, Fairness und Transparenz der öffentlichen Debatte“ weiterhin grundlegende Anforderungen für alle Medien und politischen Akteure sein.

Amine Elbahi ist sich der möglichen Folgen seiner Handlung für sein Privat- und Berufsleben bewusst, betont aber dennoch, dass „das Gebot der Wahrheit und Aufrichtigkeit in der öffentlichen Debatte“ Vorrang vor allen anderen Erwägungen habe. Diese Haltung äußert er inmitten der Spannungen, die in den letzten Wochen um das Programm „100% Frontières“ und einige seiner Teilnehmer entstanden sind.

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