Snapchat gerät in Brüssel wegen des Schutzes von Minderjährigen unter Druck.
Snapchat gerät in Brüssel wegen des Schutzes von Minderjährigen unter Druck.

Die Europäische Kommission hat Ermittlungen gegen Snapchat eingeleitet, da der Verdacht besteht, dass das soziale Netzwerk das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) nicht vollständig einhält. Snapchat wird vorgeworfen, Minderjährige nicht ausreichend zu schützen, insbesondere vor sexueller Belästigung, Anwerbung krimineller Personen und dem Zugriff auf illegale Inhalte.

Im Zentrum der Bedenken steht die Frage der Altersverifizierung. Das von der Plattform verwendete Selbstauskunftssystem wird als unzureichend erachtet, um Jugendliche vom Zugriff auf bestimmte Inhalte oder der Kontaktaufnahme mit potenziell gefährlichen Erwachsenen abzuhalten. Auch die Standardeinstellungen werden kritisiert, da sie die Identifizierung und das Matching junger Nutzer erleichtern könnten.

Kontroverse Moderation und Instrumente

Brüssel ist zudem besorgt über die Verbreitung von Inhalten im Zusammenhang mit dem Verkauf von Drogen, Alkohol oder E-Zigaretten, die die bestehenden Moderationsmechanismen nur schwer eindämmen können. Meldesysteme gelten als unübersichtlich und schwer zugänglich, und bestimmte Benutzeroberflächenpraktiken, vergleichbar mit „Dark Patterns“, könnten das Nutzerverhalten beeinflussen.

Dieses Verfahren könnte Sanktionen nach sich ziehen oder erhebliche Änderungen auf der Plattform zur Folge haben. Snapchat erklärt, mit den Behörden zu kooperieren und versichert, dass die Sicherheit der Nutzer oberste Priorität hat, insbesondere angesichts der verschärften Regulierung sozialer Netzwerke durch die Europäische Union, vor allem zum Schutz von Minderjährigen.

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