IBM-CEO Arvind Krishna bekräftigte am Dienstag das Engagement seines Unternehmens, seine Präsenz auf dem Markt für künstliche Intelligenz auszubauen. Dabei sollen neue Tools zum Einsatz kommen, mit denen sich KI-Agenten von Drittanbietern integrieren lassen und die es Kunden ermöglichen, ihre eigenen benutzerdefinierten Agenten zu erstellen. Auf der jährlichen Think-Konferenz von IBM stellte er außerdem einen massiven Fünfjahres-Investitionsplan in Höhe von 150 Milliarden Dollar für die USA vor.
In einem Interview mit Reuters betonte Krishna, dass die Strategie von IBM auf Flexibilität und Interoperabilität basiert und dass die Software in der Lage ist, Agentenflotten von Plattformen wie Salesforce, Workday und Adobe zu verwalten. Mit seiner eigenen Familie von KI-Modellen namens Granite sowie Open-Source-Modellen von Meta und Mistral möchte IBM seinen Kunden ermöglichen, in weniger als fünf Minuten intelligente Agenten zu erstellen, um wenig erforschte Anwendungsfälle zu bewältigen.
Krishna hob das Wachstum des Generative AI-Portfolios von IBM hervor, das bereits einen Umsatz von 6 Milliarden US-Dollar erzielt und durch das wachsende Interesse von Unternehmen an Multi-Cloud-Lösungen oder an ihren eigenen Infrastrukturen angetrieben wird. Er äußerte seine Zuversicht, dass die neuen Tools von IBM diese Dynamik und ihre Position gegenüber Cloud-Giganten wie Amazon und Microsoft stärken würden.
Unterdessen kündigte IBM im April an, massiv in den USA zu investieren, wo das Unternehmen seit über 60 Jahren Großrechner herstellt. Mit diesen Investitionen soll auch die Produktion von Quantencomputern auf amerikanischem Boden finanziert werden. Dabei handelt es sich um einen Teil einer Strategie, die sich auf drei technologische Säulen konzentriert: Großrechner, künstliche Intelligenz und Quantencomputing.
Laut Krishna wird dieses Ziel durch die technologiefreundliche und deregulierende Politik der Trump-Regierung ermöglicht, die seiner Ansicht nach ein förderliches Umfeld für Wirtschaftswachstum und Innovation schaffen wird.