Ungewöhnlich – Olympische Winterspiele 2026: Skispringer sollen sich Berichten zufolge einer Penisvergrößerung unterzogen haben, um ihre Leistung zu verbessern. (AP)
Ungewöhnlich – Olympische Winterspiele 2026: Skispringer sollen sich Berichten zufolge einer Penisvergrößerung unterzogen haben, um ihre Leistung zu verbessern. (AP)

Im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina kursiert in den europäischen Medien eine überraschende Kontroverse darüber, wie einige Skispringer versuchen, ihre Leistung zu optimieren. Gerüchten zufolge werden Techniken eingesetzt, die darauf abzielen, die Anatomie von Athleten vorübergehend zu verändern, indem die Größe ihres Penis vergrößert wird, um bei der Anzugvermessung einen aerodynamischen Vorteil zu erlangen.

Sowohl beim Skispringen als auch bei der Nordischen Kombination kommt es auf die Eigenschaften der Wettkampfbekleidung an. Die Anzüge müssen strengen Größennormen entsprechen, da ihre Form, ihr Volumen und ihre Auftriebskraft die zurückgelegte Weite direkt beeinflussen. Das technische Reglement schreibt vor, dass der Stoff zwar etwas locker sitzen, aber innerhalb präziser Toleranzen um den Körper des Athleten herum verlaufen muss; andernfalls ist der Anzug regelwidrig.

Welchen Sinn hat eine solche Operation?

Zur Erinnerung: Vor jeder Saison werden Fallschirmspringer mithilfe von 3D-Scannern präzise vermessen, um die Maße ihrer Anzüge zu ermitteln. Die aktuelle Regelung schreibt vor, dass der Anzugstoff an bestimmten Stellen, wie beispielsweise an Armen und Beinen, 2 bis 4 cm breiter als der Körper sein muss. Diese Maße dienen der Berechnung der Auftriebsfläche im Flug. Ein Sportexperte betont, dass dieser Spielraum präzise zwischen Athlet und Anzug kontrolliert, um ein optimales Gleichgewicht zwischen Leistung und Sicherheit zu gewährleisten.

Einige Springer haben daher versucht, den Ausgangspunkt für die Schrittlängenmessung nach unten zu verlagern, indem sie Hyaluronsäure-Injektionen in den Penis verwendeten, um künstlich ein paar zusätzliche Millimeter oder Zentimeter Gewebe zu erzeugen, bevor sie gescannt wurden. Durch diese Manipulation könnte theoretisch ein etwas größerer Anzug entstehen und der Auftrieb im Flug verbessert werden.

Der befragte Arzt erklärte, dass Hyaluronsäure- oder Paraffininjektionen zwar vorübergehend Gewebe verdicken können, das Organ aber nicht tatsächlich verlängern. Er warnte außerdem davor, dass diese Art von Eingriff medizinisch nicht empfehlenswert sei und gesundheitliche Risiken berge.

Verstärkte Kontrollen

Die Kontroverse um Skianzüge geht weit über Gerüchte über Körpermodifikationen hinaus. Der Skisprungsport wurde bereits von Fällen illegaler Veränderungen an technischen Anzügen erschüttert, die die Stoffoberfläche vergrößern und so den Auftrieb im Flug erhöhen sollten. Infolgedessen hat der internationale Verband die Kontrollen verschärft, Strafsysteme für Ausrüstungsverstöße eingeführt und strengere 3D-Scans vor und nach jedem Wettkampf vorgeschrieben.

Zu Beginn der Saison 2025/2026 wurden zudem mehrere Athleten wegen nicht normgerechter Anzüge disqualifiziert, teilweise wegen geringfügiger Abweichungen von nur wenigen Millimetern von den zulässigen Maßen. Das technische Reglement legt nun die zulässigen Toleranzen detailliert fest und sieht standardisierte Messinstrumente sowie Regeln vor, die jegliche Manipulation nach der ersten Kontrolle verhindern sollen.

Auf die Gerüchte über Körpermodifikationen angesprochen, erklärte der Ausrüstungsdirektor des Verbandes, dass vor den Spielen keine weiteren Messungen geplant seien. Er räumte jedoch ein, dass der Verband an robusteren Methoden arbeite, um sicherzustellen, dass ausschließlich die Knochenstruktur als Referenz für die offiziellen Messungen herangezogen werde. Dieser Ansatz solle jeglichen Einfluss von Weichteilgewebe auf die Maße der Badeanzüge ausschließen.

Gleichzeitig gehen einige Beobachter davon aus, dass es sich bei diesen Vorwürfen zum jetzigen Zeitpunkt um Spekulationen handelt, die weder von offiziellen Stellen noch von Anti-Doping-Organisationen bestätigt wurden. Elektronische Tests der Kleidung, der Einsatz von RFID-Chips zur Identifizierung jedes Anzugs sowie medizinische und technische Kontrollen vor Ort wurden bereits verstärkt, um jegliche Versuche, die Regeln zu umgehen, zu verhindern.