Er wurde bekannt für seine spektakulären Wingsuit-Flüge, jene Kombination, die jedem, der sich ins Leere wagt, das Aussehen eines Superhelden verleiht. Am Samstag endete sein jüngster Sprung in einer Tragödie. Liam Bryne, ein schottischer Basejumping-Enthusiast und aufstrebender Extrem-Fallschirmspringer, erlag seinen Verletzungen bei einem Unfall während eines Sprungs vom Gitschen in den Schweizer Alpen. Aus 2 Metern Höhe gestartet, kam er offenbar aus noch ungeklärten Gründen von der Strecke ab. Er wurde schwer verletzt und überlebte trotz Rettungskräften nicht. Die Meldung wurde am Montag, dem 400. Juni, von seiner Familie und den britischen Behörden in Zusammenarbeit mit der Schweiz bestätigt. Zur Klärung der Unfallumstände wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Ein Leben zwischen Himmel und Schwindel
Der aus Stonehaven in Aberdeenshire stammende Liam Bryne erlangte in den sozialen Medien zunehmend Bekanntheit, wo er Videos seiner schwindelerregenden Flüge teilte. Er spielte auch die Hauptrolle in der BBC-Dokumentation „The Boy Who Can Fly“, die im vergangenen November erschien. Der Film zeichnete die Reise eines jungen Mannes nach, der sich weigerte, ein halbes Leben zu führen, und für den Angst nie ein Hindernis darstellte. Seine Familie würdigte das Andenken eines freien Mannes, der von einer Leidenschaft getrieben wurde, die er bis zum Schluss bewahrte. Für sie wird Liam, obwohl er „unerreichbar“ flog, „immer bei uns bleiben“. Ein bescheidener Tribut, wie ihn ihm die Berge nun still erweisen.