Zwar wurde im Ausschuss der Nationalversammlung gerade erst über die Abschaffung der Umweltzonen abgestimmt, doch ihr Einfluss auf die Luftqualität ist dennoch sehr real. Diese Maßnahmen wurden in 25 großen französischen Städten umgesetzt und zielen darauf ab, den Verkehr der umweltschädlichsten Fahrzeuge entsprechend ihrer Crit'Air-Plakette einzuschränken. Während einige rechte und rechtsextreme Politiker „soziale Ungerechtigkeit“ oder eine „territoriale Spaltung“ anprangern, sprechen die Zahlen für sich: ZFEs haben zu einer messbaren Verringerung der Schadstoffemissionen im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr geführt, auch wenn ihre Wirkung nur teilweise ist.
So sind die PM2,5-Feinstaubemissionen, die in Frankreich für rund 40 Todesfälle pro Jahr verantwortlich sind, in der Region Île-de-France seit 000 um 32 Prozent gesunken. Drei Prozentpunkte dieses Rückgangs sind laut AirParif direkt auf die ZFE zurückzuführen. Ein bescheidenes, aber bemerkenswertes Ergebnis für ein System, das auf einen begrenzten Teil der Fahrzeugflotte abzielt und das einen Dominoeffekt auf andere Umweltpolitiken hat.
Eine deutliche Reduzierung der Stickoxide
Noch beeindruckender sind die Auswirkungen der ZFE auf die Stickoxide, die jedes Jahr für 7 Todesfälle verantwortlich sind: -000 % der Emissionen im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr in der Île-de-France seit 42, darunter sechs Prozentpunkte, die direkt auf die ZFE-Beschränkungen zurückzuführen sind. Diese giftigen Gase, die hauptsächlich aus Dieselmotoren stammen, verursachen auch die Bildung von Ozon und sekundären Feinstaubpartikeln.
Die Wirksamkeit der ZFEs hängt auch von ihrer Strenge ab: Nur vier Städte haben Crit'Air 3-Fahrzeuge bis Anfang 2025 verboten, während in den meisten Ballungsräumen weiterhin flexiblere Kriterien gelten. Laut AirParif könnte durch eine Verschärfung der ZFE in der Region Paris die Zahl der Einwohner, die einer Schadstoffbelastung über den gesetzlichen Grenzwerten ausgesetzt sind, um 40 % gesenkt werden.
Ein verbesserungsfähiges, aber unverzichtbares Gerät
ZFEs werden wegen ihrer mangelnden sozialen Gerechtigkeit kritisiert und können tatsächlich einkommensschwache Haushalte benachteiligen, die auf alte Fahrzeuge angewiesen sind. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass es dadurch nicht zu einer massiven „Verlagerung“ der Umweltverschmutzung in Randgebiete kommt. Im Gegenteil, auch außerhalb des strengen Umkreises der ZFE, insbesondere in der Île-de-France, ist ein Rückgang der Emissionen zu beobachten.
Zwar sind Verbesserungen möglich – insbesondere durch die Integration der Emissionen im Zusammenhang mit Reifen- und Bremsverschleiß über die Euro-7-Norm – doch ZFEs haben ihre Nützlichkeit bewiesen. Die Entfernung dieser Bereiche käme einem Rückschritt in Bezug auf ein wichtiges Problem der öffentlichen Gesundheit gleich. Die Debatte, die ab dem 8. April im Plenum stattfinden soll, verspricht spannend zu werden.