Diese Ankündigung wirkt wie eine Mischung aus Luxus und ausgeklügeltem Marketing-Gag. Swatch hat offiziell eine gemeinsam mit Audemars Piguet entworfene Kollektion rund um die Royal Oak vorgestellt, nachdem tagelang Gerüchte in den sozialen Medien kursierten. Auf dem Papier ist die Kooperation zweifellos ein Blickfang: Auf der einen Seite die Uhr für den Massenmarkt, auf der anderen die Manufaktur aus Le Brassus – ein Symbol für höchste Qualität und akribische Fertigung.
Beide Marken betonen ihre gemeinsame Schweizer DNA. Ilaria Resta, Präsidentin von Audemars Piguet, bekräftigt ihren „größten Respekt“ vor den Teams von Swatch und präsentiert diese Zusammenarbeit als Zeichen der Offenheit – ganz im Sinne einer Marke, die bereits mit Marvel und dem Rapper Travis Scott kooperiert hat.
Eine Royal Oak für alle, oder fast alle
Eine Royal Oak für jedermann, oder fast jeden. Die Kollektion mit dem Namen „Royal Pop“ basiert auf einem Mythos: der Royal Oak, die Anfang der 1970er-Jahre von Gérald Genta entworfen wurde – diese sportlich-elegante Stahluhr schockierte mit ihrem Preis, bevor sie zu einem begehrten Sammlerstück wurde, das für das durchschnittliche Handgelenk fast unerschwinglich war.
Swatch peilt einen Launch ab dem 16. Mai an – ein Datum, das an die bewährte Maschinerie von Event-basierten Serien erinnert, wie etwa die immer noch erfolgreiche MoonSwatch mit ihren Warteschlangen, gefolgt vom sofortigen Wiederverkauf als Parallelsportartikel. Auch diesmal gilt die gleiche Formel: Das Produkt in den Medien präsentieren, die Zielgruppe erweitern und Begehrlichkeit wecken. Die übliche Diskussion bei solchen Partnerschaften bleibt bestehen: Für manche bringt die Demokratisierung Vorteile, für andere mindert sie das Prestige … und genau hier beginnt die Geschichte.
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