Die für Frankreich im Jahr 2026 erwartete außergewöhnliche Dürre dürfte noch gravierendere wirtschaftliche Folgen haben als die von 2022. Die Ministerin für den ökologischen Wandel, Monique Barbut, schätzte die Gesamtkosten auf über 5,6 Milliarden Euro – mehr als vor vier Jahren. Sie wies darauf hin, dass die Dürre von 2022 Schäden in Höhe von 3,5 Milliarden Euro durch Risse in Häusern auf Lehmböden, landwirtschaftliche Verluste in Höhe von 1,1 Milliarden Euro und einen Rückgang der Wasserkraftproduktion um 20 Prozent verursacht hatte.
Laut Minister erreichen mehrere Indikatoren mittlerweile Werte, die mit denen der großen Dürreperioden von 1976 und 2022 vergleichbar sind. Die für diese Woche erwartete neue Hitzewelle dürfte dieses Phänomen noch verstärken und Folgen für Wasserressourcen, Ernten, Infrastruktur und Stromerzeugung haben.
Wasserbeschränkungen in fast dem gesamten Land
Die Wasserlage ist weiterhin äußerst besorgniserregend. Derzeit werden 99 Departements überwacht oder unterliegen Einschränkungen der Wassernutzung, 62 davon befinden sich in der Krisensituation – der höchsten Alarmstufe. Die Behörden appellieren wiederholt an die Bevölkerung, die Einschränkungen für Bewässerung, Hauswasser und bestimmte häusliche Nutzungen zu beachten, um die vorhandenen Reserven zu schonen.
Monique Barbut bekräftigte, dass die Einhaltung dieser Maßnahmen eine Pflicht sei, während einige Vertreter des Agrarsektors die bestehenden Beschränkungen kritisieren. Für die Regierung bestätigt die zunehmende Häufigkeit von Dürren die Notwendigkeit, die Wasserwirtschaftspolitik anzupassen und angesichts der Folgen des Klimawandels präventive Maßnahmen zu verstärken.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.