Sieben Monate nach dem Tod der neunjährigen Sara, die am 11. Oktober erhängt in ihrem Haus in Sarreguemines aufgefunden wurde, konzentriert sich die interne Untersuchung des Schulbezirks Nancy-Metz nun auf einen vielversprechenden Hinweis: „schwere Fälle von Mobbing in der Schule“. Der Bericht wurde der Staatsanwaltschaft Sarreguemines übergeben, die parallel ihre gerichtlichen Ermittlungen fortsetzt.
Schon in den ersten Tagen berichtete die Justiz von Hänseleien wegen ihres Gewichts, die laut Staatsanwalt Olivier Glady von zwei oder drei Mitschülern ihrer fünften Klasse ausgingen. Gleichzeitig versprach Rektor Pierre-François Mourier, dass nichts vertuscht würde – eine Aussage, die im Fall eines Kindes wie ein feierliches Versprechen klingt.
Eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft und eine Schule, die unter dem Schweigen leidet.
Ein Bericht ist keine Verurteilung, markiert aber einen Wendepunkt. Das Wort „schwerwiegend“ in den Schlussfolgerungen ist nicht unerheblich. Es verweist auf wiederholte Vorfälle, auf Leid, das im Schulalltag verankert ist, und mitunter auf eine Form stiller, kollektiver Gewalt. Die Details der Untersuchung sollen noch nicht veröffentlicht werden, da das Gerichtsverfahren noch läuft.
Diese Einstufung hat die Debatte jedoch bereits auf die Vorgänge innerhalb der Schule gelenkt: das Verhalten der Schüler, die normalisierten Demütigungen und die Warnungen, die hätten besser beachtet werden können. Nun muss die gerichtliche Untersuchung die Verantwortlichkeiten klären und aufzeigen, wie mit den Warnungen innerhalb der Schule umgegangen wurde. Es geht um mehr als nur diesen Fall: Es geht auch darum zu verstehen, ob etwaige Versäumnisse die Situation verschlimmert haben, damit die Tragödie, die Sara erlitten hat, nicht in Vergessenheit gerät.
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