Nach mehrtägigen Betriebsstörungen infolge des Brandes in der Gironde hat die SNCF Réseau mit der Inspektion der Bahninfrastruktur südlich von Bordeaux begonnen. Erkundungszüge verkehren derzeit auf den Gleisen, um das Ausmaß der Schäden vor einer möglichen schrittweisen Wiederaufnahme des Betriebs zu erfassen. Die Arbeiten umfassen rund 160 Kilometer Gleis: etwa 60 Kilometer zwischen Bordeaux und Arcachon sowie knapp 100 Kilometer in Richtung Morcenx, nördlich von Dax. Der Betrieb wurde am Sonntag eingestellt, als die Flammen Marcheprime erreichten und sich auf die unmittelbare Nähe der Gleise ausbreiteten. Die Präfektur Gironde genehmigte am Donnerstagmorgen die Wiederherstellung der Stromversorgung. Dieser Schritt ermöglicht es technischen Teams, die Gleise, die Oberleitungen, die Signalanlagen und die Telekommunikationsausrüstung zu überprüfen.
Ein Gleisreinigungszug entfernt Asche von den Gleisen.
Wenn die Menge der Ablagerungen es erfordert, kann ein Gleisreinigungszug zu den betroffenen Abschnitten entsandt werden. Dieses Fahrzeug spritzt unter Hochdruck Flüssigkeit, um die auf den Schienen abgelagerte Asche zu entfernen. Diese Ablagerungen können die Traktion der Züge beeinträchtigen, Schäden verdecken oder den Betrieb der Bahninfrastruktur stören. Bis zu einhundert Mitarbeiter können mobilisiert werden, um das Streckennetz wiederherzustellen. SNCF Réseau erwägt, die Wiedereröffnung strecken- oder abschnittsweise vorzunehmen, abhängig von den Ergebnissen der Untersuchungen. Daher wird der Zugverkehr nach Arcachon, Morcenx, Dax und weiter südlich gelegenen Zielen nicht unbedingt gleichzeitig wieder aufgenommen. TGV-Züge südlich von Bordeaux, mit Ausnahme der Züge nach Toulouse, sowie Regionalzüge nach Arcachon und Morcenx bleiben bis Sonntag, den 2. August, gestrichen. Diese Störung tritt an einem der verkehrsreichsten Wochenenden des Sommers auf. SNCF muss daher den Reiseverkehr in den Ferien mit den Sicherheitsvorgaben in Einklang bringen, die eine überstürzte Wiedereröffnung ausschließen.
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