Gesetz zur Betrugsbekämpfung: Arbeitslosigkeit, CPF, VTC... welche Änderungen gibt es in der endgültigen Fassung?
Gesetz zur Betrugsbekämpfung: Arbeitslosigkeit, CPF, VTC... welche Änderungen gibt es in der endgültigen Fassung?

Das Parlament bereitet die endgültige Verabschiedung des Gesetzes gegen Sozial- und Steuerbetrug vor. Der Text, der im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens von 27 auf über hundert Artikel angewachsen ist, verfolgt ein einfaches Ziel: schnell rund 1,5 Milliarden Euro einzunehmen. Im Zentrum der Debatten steht eine Maßnahme, die die Spannungen verschärft hat: die vorsorgliche Aussetzung der Arbeitslosenhilfe, wenn France Travail „ernsthafte Beweise“ für Betrug oder vorsätzliches Fehlverhalten vorliegen.

Die Regierung hat einem Rahmenplan zugestimmt, um zu verhindern, dass Leistungsempfänger von den für ihren täglichen Lebensunterhalt notwendigen Mitteln abgeschnitten werden. Gegen diesen Plan kann Berufung eingelegt werden, und er ist bis zu einer endgültigen Entscheidung des Staatsrats auf maximal drei Monate befristet. Ebenso wurde die geplante Automatisierung der Strafen für Sozialbetrug zugunsten einer individuelleren Strafzumessung verworfen. Wiederholungstäter werden jedoch strenger bestraft, und die Polizeigewahrsam bei organisiertem Betrug gegen öffentliche Finanzen kann bis zu 96 Stunden betragen. Zudem ist für bestimmte Krankschreibungen künftig eine Adressänderung zu melden.

Strengere Kontrollen, sichtbare Schutzmaßnahmen

Strengere Kontrollen, sichtbarere Schutzmaßnahmen. Der Text stärkt auch die technischen Instrumente: erweiterter Zugriff auf Steuer- und Vermögensinformationen zur Verstärkung der Kontrollen, die Möglichkeit für Behördenmitarbeiter, Dokumente wie Kontoauszüge einzusehen, um Sozialhilfebetrug aufzudecken, und die Nutzung von Verbindungsdaten durch die nationale Krankenversicherung zur Untermauerung von Verdachtsmomenten. Im Unternehmensbereich wird die „soziale Straftat auf frischer Tat“ eingeführt, die die vorsorgliche Beschlagnahme von Vermögenswerten eines Unternehmens ermöglicht, das im Verdacht steht, Schwarzarbeit zu betreiben. Die Vollstreckung erfolgt jedoch erst nach einer Wartezeit von 48 Stunden.

Das Konto für persönliche Weiterbildung (CPF), ein Minenfeld für Betrug und unseriöse Schulungsprogramme, wird verschärft: Gelder werden zurückerstattet, wenn Trainer nicht qualifiziert sind, und Nutzer müssen Zertifizierungsprüfungen ablegen, andernfalls droht ihnen die Rückerstattung ihrer Investition. Dasselbe gilt für Fahrdienstvermittlungsdienste: Die Gesetzgebung soll verhindern, dass Dritte Fahrerregistrierungen von Flottenunternehmen nutzen, und verpflichtet Plattformen zur Überwachung von Schwarzarbeit oder unerlaubter Beschäftigung. Im Krankentransport wird die Fahrzeugortung zur Überprüfung der abgerechneten Fahrten verpflichtend, und Telemedizin kann Krankmeldungen von weniger als drei Tagen nur noch einmal verlängern, außer in Ausnahmefällen. Nun folgt die Phase, die oft die tatsächliche Gesetzgebung bestimmt: die Verordnungen und ihre Umsetzung in der Praxis.

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