Der Staatsanwalt von Aix-en-Provence, Jean-Luc Blachon, hielt am Donnerstag, dem 27. März, eine mit Spannung erwartete Pressekonferenz ab, einen Tag nachdem die vier Mitglieder der Familie von Émile Soleil aus der Polizeigewahrsam entlassen worden waren. Der Richter bestätigte mehrere beunruhigende Elemente, darunter die Tatsache, dass die Knochen und die Kleidung des Kindes kurz vor ihrer Entdeckung in die Alpes-de-Haute-Provence transportiert worden waren. Ein wesentliches Detail: Die Leiche des Jungen verweste nicht in der im Wald gefundenen Kleidung, sodass ein Tod am Fundort ausgeschlossen ist.
Menschliches Eingreifen jetzt wahrscheinlich
Eine weitere wichtige Information: Die Analyse von Émiles Schädel zeigt Narben, die auf ein „gewaltsames Gesichtstrauma“ hindeuten. Für den Staatsanwalt besteht nun „die Wahrscheinlichkeit eines Fremdeingriffs“ beim Tod des kleinen Jungen. Obwohl die gesamte Familie am Dienstag wegen „vorsätzlicher Tötung“ und „Verbergen einer Leiche“ in Gewahrsam genommen wurde, wurden keine Beweise gefunden, die ihre Anschuldigungen stützen. Ihre Haft wurde daher im Laufe der Nacht aufgehoben.
Jean-Luc Blachon betonte jedoch ausdrücklich, dass die innerfamiliäre Spur nicht vollständig geschlossen sei. Sie wurde in diesem Stadium der Untersuchung „gesäubert“, weil zum Zeitpunkt des Verschwindens Familienmitglieder anwesend waren. Doch die Frage bleibt offen, bis das Rätsel um den Tod des zweieinhalbjährigen Kindes vollständig gelöst ist.
Die Ergebnisse der Untersuchung sind enorm: Mehr als 3 Berichte, 000 Zeugenbefragungen, 287 Hektar durchkämmtes Gelände und Dutzende analysierte Fahrzeuge. Doch trotz der eingesetzten Mittel bleibt die Émile-Affäre ein dramatisches Rätsel, bei dem jeder Schritt nach vorn neue Grauzonen aufwirft.