Der Pariser Stadtrat hat am Dienstag einen von Bürgermeister Emmanuel Grégoire initiierten Aktionsplan im Wert von 20 Millionen Euro zur Verbesserung der Kindersicherheit in Nachmittagsprogrammen verabschiedet. Diese Entscheidung fällt inmitten einer Welle von Fällen sexueller Gewalt, die die Stadtverwaltung seit Beginn ihrer Amtszeit zu einer Priorität erklärt hat.
Zum Zeitpunkt der Abstimmung versammelten sich rund hundert Jugendbetreuer und Führungskräfte aus dem Sektor vor dem Rathaus, um ihre Arbeitsbedingungen anzuprangern und mehr personelle und finanzielle Ressourcen zu fordern. Die Gewerkschaften fordern insbesondere zusätzliche Neueinstellungen, bessere Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter und eine Verringerung der Arbeitsplatzunsicherheit.
Agenten stehen angesichts von Verdächtigungen unter Druck
Seit Jahresbeginn wurden 78 Beamte suspendiert, 31 davon im Zusammenhang mit Vorwürfen sexueller Gewalt. Diese Situation verschärft das angespannte Klima unter den Mitarbeitern; einige berichten von erhöhtem Druck und der Angst, bei der Ausübung ihres Dienstes fälschlicherweise beschuldigt zu werden.
Die Gewerkschaften sind der Ansicht, dass die Lösung vor allem in einer Aufstockung des Personals und dessen Schulung liegt, weniger in technischen Maßnahmen wie Videoüberwachung, deren Umsetzung sie als schwierig erachten. Für heute Nachmittag ist ein Treffen mit der Gemeinde angesetzt, um diese Forderungen zu erörtern.
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