RATP will härter gegen Betrüger vorgehen: Erhöhung der Bußgelder und Verdoppelung der Kontrollen
RATP will härter gegen Betrüger vorgehen: Erhöhung der Bußgelder und Verdoppelung der Kontrollen

Angesichts der jährlichen Verluste durch Betrug in Höhe von 700 Millionen Euro hat die RATP am Freitag einen ehrgeizigen Plan zur Bekämpfung des Betrugs vorgestellt, der auf rund 20 Maßnahmen basiert. Ziel: Betrug bis Ende 2025 halbieren. Erste wichtige Entscheidung: Erhöhung der Bußgelder auf 70 Euro bei sofortiger Zahlung (aktuell 50 Euro) und 120 Euro bei späterer Zahlung. Die Behörde wartet nun auf grünes Licht von Île-de-France Mobilités, um diese neue Skala anzuwenden.

Verstärkte Kontrollen, insbesondere in Bussen und Straßenbahnen

Angesichts einer Betrugsrate von 15 bis 16 Prozent im Bus- und Straßenbahnverkehr werden die Kontrollen deutlich intensiviert. RATP plant, die Zahl der Fahrkartenkontrolleure in der Straßenbahn innerhalb von drei Jahren zu verdoppeln und die Zahl der Mitarbeiter im Schienennetz um 50 % zu erhöhen. Seit Mitte Februar konnten im Rahmen von 200 gezielten Einsätzen bereits 60 Reisende kontrolliert und 000 Bußgelder verhängt werden.

Video, KI und Reaktion der Strafjustiz: Eine globale Strategie

Der Plan sieht außerdem Tests intelligenter Kameras vor, die illegale Grenzübertritte erkennen können. Es werden Sensibilisierungskampagnen für junge Menschen gestartet und das nationale Programm „Stop Fraud“ soll die Zahlung von Bußgeldern erleichtern. Schließlich möchte die RATP ihre juristischen Maßnahmen gegen Wiederholungstäter verstärken und den Einsatz von Körperkameras beibehalten, um ihre Mitarbeiter zu schützen, deren Angriffe zwischen 20 und 2021 um mehr als 2024 % zugenommen haben.