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Frankreich sperrt den Zugang zu Polymarket, dem illegale Werbung für Wetten vorgeworfen wird.

Frankreich sperrt den Zugang zu Polymarket, dem illegale Werbung für Wetten vorgeworfen wird.
Frankreich sperrt den Zugang zu Polymarket, dem illegale Werbung für Wetten vorgeworfen wird.

Die französische Glücksspielbehörde gab am Freitag die vollständige Sperrung der Webseite des Vorhersagemarktes Polymarket auf französischem Gebiet bekannt, da die Anzeige von Echtzeitquoten eine Form illegaler Werbung darstelle.

Finanztransaktionen mit Polymarket waren bereits seit November 2024 verboten, doch französische Internetnutzer konnten weiterhin auf die Homepage der Website zugreifen. Diese Gesetzeslücke hat die ANJ (französische Glücksspielbehörde) nun geschlossen. Die Plattform zeigte „in Echtzeit und dynamisch die Quoten der verschiedenen Wettmöglichkeiten“ an, was die Regulierungsbehörde nun als Werbung für eine in Frankreich nicht genehmigte Tätigkeit einstuft.

Die Rechtslage ist in diesem Punkt eindeutig: „Werbung für nicht autorisierte Wett- oder Glücksspielseiten jeglicher Art ist eine Straftat“, erinnert die ANJ (Nationale Glücksspielbehörde). Wer die Quoten einer nicht autorisierten Seite zu Werbezwecken verbreitet, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 100.000 € rechnen.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Besucherzahlen von Polymarket in Frankreich stetig gestiegen waren. Die Regulierungsbehörde meldet 578.751 Besuche im vergangenen Juni, darunter 205.057 Einzelbesucher. Dies entspricht einem kontinuierlichen Anstieg der Besucherzahlen in den letzten zwei Jahren, trotz bestehender Beschränkungen.

Der Fall nahm im April eine neue Wendung: Météo-France erstattete Anzeige wegen des mutmaßlichen Missbrauchs einer Temperatursonde, die im Verdacht stand, im Zusammenhang mit Online-Wetten auf der Plattform manipuliert worden zu sein. Am 4. Mai 2026 leitete die Abteilung für Cyberkriminalität der Pariser Staatsanwaltschaft Ermittlungen ein, die dem Office Against Cybercrime (OFAC) übertragen wurden.

Frankreich steht mit diesem Ansatz nicht allein da. Deutschland, Belgien, Rumänien, die Schweiz, Polen, die Niederlande, Griechenland, Italien, Portugal, Spanien, die Ukraine und Tschechien haben Prognosemärkte in ihren Hoheitsgebieten bereits eingeschränkt oder verboten. Die ANJ räumt ein, dass „die hybride Natur dieser Märkte die unterschiedlichen Vorgehensweisen der Regulierungsbehörden weltweit erklären könnte“.

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