Angesichts des Ausmaßes der Brände, die die Gironde und Teile der Landes verwüsten, hat die Regierung beschlossen, den Einsatz eines militärischen Transportflugzeugs vom Typ A400M zu beschleunigen. Auf Bitte von Premierminister Sébastien Lecornu soll das Flugzeug bereits am Samstag zur Verstärkung der zur Brandbekämpfung mobilisierten Luftstreitkräfte eingesetzt werden, wie Ministerpräsident Matignon mitteilte.
Die A400M wird mit einem von Airbus entwickelten Abwurfsystem ausgestattet, das im Frachtraum installiert wird. Dieses experimentelle System ermöglicht es, pro Umdrehung bis zu 20 Tonnen Löschmittel abzugeben – eine Kapazität, die der von zwei Dash-Flugzeugen des französischen Zivilschutzes entspricht. Ursprünglich war der erste operative Einsatz erst für Ende Juli geplant, um ausreichend Zeit für die Durchführung der abschließenden technischen Tests zu gewährleisten.
Eine Entscheidung, die inmitten von Kontroversen getroffen wurde
Die Ankündigung erfolgt nach mehrtägiger Kritik der Opposition am Inbetriebnahmezeitplan für diese Ausrüstung. Jean-Luc Mélenchon hatte in den sozialen Medien die Verzögerung seitens der Regierung angeprangert und war der Ansicht, dass der Einsatz der A400M angesichts der Intensität der Brände hätte vorhergesehen werden können.
Regierungssprecherin Maud Bregeon entgegnete, dass die Integration der Feuerlöschausrüstung umfangreiche Tests vor einem operativen Einsatz erfordere. Sie bekräftigte, dass zwar Tests in Frankreich und Spanien durchgeführt worden seien, das System aber noch nicht offiziell im Einsatz sei.
Erhöhte Ressourcen als Reaktion auf eine außergewöhnliche Situation
Auch der Nationale Rassemblement National hat sich des Themas angenommen. Sein Präsident, Jordan Bardella, forderte Aufklärung über die Verzögerungen beim Einsatz der A400M und die dem Zivilschutz zur Bekämpfung von Großbränden zugewiesenen Ressourcen.
Die Regierung ihrerseits befürwortet einen schrittweisen Ausbau der Luftkapazitäten. Der Einsatz der A400M soll die Evaluierung der Leistungsfähigkeit dieses neuen Systems unter realen Bedingungen ermöglichen, während die durch Dürre und hohe Temperaturen angefachten Brände in Südwestfrankreich weiterhin erhebliche personelle und materielle Ressourcen erfordern.
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