Die Regierung möchte Reisende vor dem Sommer beruhigen. Trotz der aufgrund der Spannungen im Nahen Osten stark gestiegenen Kerosinpreise versicherte Verkehrsminister Philippe Tabarot, dass es in den kommenden Monaten keine Massenstreichungen von Flügen geben werde. Laut Tabarot werden die Fluggesellschaften den Großteil ihrer Sommerflugpläne beibehalten, um eine wichtige Saison für ihr Geschäft zu sichern.
Der Minister räumte ein, dass einige Billigfluggesellschaften bereits einen Teil ihrer Flüge gestrichen haben. Volotea rechnet mit etwa 1 % und Transavia mit fast 2 % Flugausfällen in bestimmten Zeiträumen im Mai und Juni. Air France und andere große französische Fluggesellschaften halten jedoch an ihren Flugplänen fest. Philippe Tabarot betonte, dass Juli und August bis zu 70 % des Jahresumsatzes mancher Fluggesellschaften ausmachen, weshalb diese „keinen Anreiz“ hätten, Flüge massiv zu streichen.
Anhaltende Spannungen über die Kraftstoffpreise
Die Luftfahrtbranche leidet weiterhin stark unter den explodierenden Kerosinpreisen. Laut Regierungsangaben machen die Treibstoffkosten mittlerweile über 45 % der Betriebskosten einiger Fluggesellschaften aus, verglichen mit rund 25 % vor der aktuellen Energiekrise. Diese Woche berief die Regierung Vertreter von Fluggesellschaften, Energieunternehmen und Flughafenbetreibern ein, um Treibstoffengpässe in diesem Sommer zu verhindern.
Philippe Tabarot kritisierte zudem bestimmte Preispraktiken, insbesondere die der spanischen Fluggesellschaft Volotea, die seiner Ansicht nach nach dem Kauf gestiegene Treibstoffpreise auf einige Tickets umlegt. Der Minister betonte, dass der Preis nach Bezahlung des Tickets feststehe, und gab an, dass derzeit rechtliche Gespräche mit der Fluggesellschaft über die Rechtmäßigkeit dieser Praxis geführt würden.
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