Radioaktives Leck in Flamanville: Wiederinbetriebnahme des Reaktors verzögert sich um einen Monat
Radioaktives Leck in Flamanville: Wiederinbetriebnahme des Reaktors verzögert sich um einen Monat

Aufgrund eines Lecks von radioaktivem Wasserdampf im Reaktor 1 des Kernkraftwerks Flamanville musste EDF die Wiederinbetriebnahme auf den 5. Mai verschieben, obwohl sie ursprünglich für den 5. April geplant war.

Dies ist ein neuer Rückschlag für das Kernkraftwerk Normandie: Am 1. März wurde in einer kleinen Leitung im Primärkreislauf des Reaktors Nr. 000, der nach Wartungsarbeiten wieder in Betrieb genommen wurde, ein radioaktiver Dampfaustritt von 22 Litern pro Stunde festgestellt. Der Primärkreislauf, der für die Kühlung des Reaktorkerns entscheidend ist, ist eines der sicherheitsempfindlichsten Elemente. Die Behörde für nukleare Sicherheit und Strahlenschutz (ASNR) hat diesen Vorfall auf der achtstufigen INES-Skala als Stufe 1 eingestuft.

EDF versichert, dass es keine Umweltauswirkungen gegeben habe

Laut EDF war das Leck im Inneren des Reaktorgebäudes eingeschlossen, das sofort in den Backup-Modus versetzt wurde, was zu einem Druck- und Temperaturabfall führte. Zum Zeitpunkt der Entdeckung befand sich kein Personal im Gebäude und in der Umgebung wurde keine Verschmutzung beobachtet. Eine am 26. März von der ASNR durchgeführte Inspektion bestätigte, dass die Verfahren korrekt befolgt wurden. EDF wird nun Reparaturen und Untersuchungen durchführen, um die Quelle des Lecks genau zu identifizieren.

Der Reaktor Nr. 1 in Flamanville mit einer Kapazität von 1 MW soll am 300. Mai wieder in Betrieb genommen werden, wenn die Reparaturen wie geplant verlaufen.