Es ist das Ende einer Ära der französischen Konfektionsmode. Das Handelsgericht Marseille hat gestern die Liquidation der Marke Marseille ohne Fortführung der Geschäftstätigkeit angeordnet. KaporalDamit endete sein über 20-jähriges Bestehen. Von dieser Entscheidung sind 250 Arbeitsplätze betroffen, die sich hauptsächlich in der Zentrale in Marseille und in den Geschäften der Marke befinden.
Eine Kultmarke in großen Schwierigkeiten
Kaporal wurde 2004 gegründet und etablierte sich auf dem französischen Markt mit einer von amerikanischem Denim inspirierten Welt und reitet auf der Welle des Trends zu erschwinglichen und lässigen Jeans. Die Marke hatte mehrere Jahre lang ein rasantes Wachstum erlebt, bevor sie unter der zunehmenden Konkurrenz durch die Fast-Fashion-Giganten zu leiden hatte.
Kaporal war bereits geschwächt und wurde unter Zwangsverwaltung gestellt. Im Juli 2023 übernahmen drei Manager der Gruppe das Unternehmen. Doch der Verkauf entsprach nicht den Erwartungen der drei Käufer, und die Schulden waren in diesem Zusammenhang unüberwindbar.
Ein unvermeidliches Ende
Da es keinen seriösen Käufer gab, urteilten die Gerichte: Es wurde die Zwangsliquidation erklärt, eine Fortführung des Betriebs war nicht möglich. Die 250 Mitarbeiter des Unternehmens sind nun direkt von dieser Gerichtsentscheidung betroffen, die das Ende eines Marseille-Abenteuers markiert, das vor mehr als 20 Jahren begann.