Lebensende: Sterbehilfe erneut in der Versammlung debattiert, ethische Fragen
Lebensende: Sterbehilfe erneut in der Versammlung debattiert, ethische Fragen

An diesem Dienstag beginnen die Abgeordneten im Ausschuss für soziale Angelegenheiten mit der Prüfung zweier wichtiger Texte zu Fragen am Lebensende. In einem Punkt besteht Konsens: In der Palliativversorgung. Die andere Frage, die Sterbehilfe betrifft, führt zu einer tiefen Spaltung zwischen der nationalen Vertretung und der Zivilgesellschaft.

Ein Gesetz unter Hochspannung

Als streng geregeltes Recht könnte Beihilfe zum Suizid Erwachsenen offenstehen, die an einer schweren und unheilbaren Krankheit leiden, als unerträglich erachtete Leiden erfahren und über die Fähigkeit zur Urteilsfähigkeit verfügen. Mehrere Änderungsanträge sehen jedoch bereits eine Ausweitung des Zugangs vor: Einige Abgeordnete schlagen vor, auch Minderjährige oder Patienten einzubeziehen, die ihr Urteilsvermögen verloren haben, was ernste Besorgnis hervorruft.

In einem am Montag in Le Figaro veröffentlichten Artikel warnt eine Gruppe von Experten, Angehörigen von Gesundheitsberufen und ehemaligen Gesundheitsministern vor der Gefahr eines „anthropologischen Bruchs“ und befürchtet eine Entwicklung hin zu einer nahezu vollständigen Legalisierung der Sterbehilfe. Die Debatte, die von äußerst ethischer Natur ist, könnte mehrere Wochen dauern.