Angesichts der verheerenden Brände in den Regionen Gironde und Landes hat die Regierung eine deutliche Aufstockung der Einsatzkräfte angekündigt. Nach einer Krisensitzung der Ministerien erklärte Premierminister Sébastien Lecornu, dass über 500 zusätzliche Soldaten die Löscharbeiten unterstützen werden. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der beteiligten Soldaten auf über 1.000, die die Feuerwehrleute unterstützen.
Die Regierung beschloss außerdem, ab Freitagabend 1,5 Millionen FFP2-Masken in die Region Gironde zu liefern, um die Bewohner und das Personal vor dem starken Rauch der Brände zu schützen. In den Gesundheitseinrichtungen wurde zudem der Notfallplan aktiviert, um sich auf einen möglichen Anstieg des medizinischen Bedarfs vorzubereiten.
Eine als "beispiellos" bezeichnete Situation
Laut Premierminister haben die Brände ein „beispielloses Ausmaß“ erreicht. Mehr als 141.000 Menschen wurden bereits in den Départements Gironde und Landes evakuiert. Das Feuer in Saumos hat rund 14.000 Hektar Land verwüstet und Dutzende Häuser sowie einen Campingplatz zerstört. Die Behörden führen im Becken von Arcachon weitere vorsorgliche Evakuierungen durch, um die gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu schützen.
Der Rauch führt außerdem zu einer deutlichen Verschlechterung der Luftqualität. Atmo Nouvelle-Aquitaine hat eine Episode mit erhöhter Feinstaubbelastung (PM₁₀) gemeldet und empfiehlt, insbesondere für besonders gefährdete Personen, längere Aufenthalte in Rauchwolken zu vermeiden.
Zusätzliche Ressourcen zur Eindämmung der Brände
Militärische Verstärkung wird die Feuerwehrleute bei ihren Aufgaben zum Schutz der Bevölkerung, zur Sicherung evakuierter Gebiete und zur logistischen Unterstützung unterstützen. Diese Personalaufstockung ist Teil einer außerordentlichen nationalen Mobilisierung, da in Südwestfrankreich weiterhin mehrere Großbrände wüten.
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