Särge wurden zur Massenbestattung der vielen Opfer des tödlichen Brandes in einem Nachtclub in Nordmazedonien am Donnerstag gebracht.
Familien und Freunde versammelten sich zur Zeremonie auf dem Friedhof in der ostitalienischen Stadt Kocani, wo das Feuer am 16. März ausgebrochen war.
Die meisten Opfer – die 59 Toten und Dutzenden Verletzten während einer Panikflucht – waren junge Leute Ende Teenager oder Anfang Zwanzig, die einen Abend mit Freunden im Pulse Club in Kocani verbrachten.
Es gab Live-Musik, Getränke und Tanz, bis der überfüllte Nachtclub in Flammen stand.
Das kleine Balkanland steht seit zwanzig Jahren auf der Kandidatenliste der Europäischen Union. Doch der Prozess wurde durch Streitigkeiten mit den Nachbarn und das langsame Voranschreiten wichtiger Reformen verzögert. Zudem wurde der Prozess durch unbeständige Parteipolitik und Stagnation untergraben, die die Aussichten der Einwohner getrübt haben.
Umfragen aus dem Jahr 2024 zeigen, dass sie die EU-Mitgliedschaft unterstützen, aber weniger als 20 % glauben, dass ihr Land innerhalb von fünf Jahren beitreten wird.
Ein weiterer entmutigender Faktor ist die Korruption.
Die in Berlin ansässige Überwachungsorganisation Transparency International stufte Nordmazedonien im vergangenen Jahr in ihrem Korruptionswahrnehmungsindex weltweit auf Platz 88 ein – eines der schlechtesten Ergebnisse in Europa.
Die Behörden sagen, dass es im Club Pulse zu zahlreichen schweren Sicherheitsverstößen gekommen sei, während Premierminister Hristijan Mickoski sagte, dass die Betriebslizenz des Lokals für eine andere Art von Veranstaltungsort bestimmt gewesen sei und möglicherweise illegal erworben worden sei.